Eine persönliche Bürgschaft vor zwei Jahren hat den ehemals reichsten Mann Wang Jianlin nun erneut an die Spitze der Schuldenkrise gerückt. Am 21. Mai 2026 gab Yonghui Supermarket bekannt, dass der Schiedsspruch zwischen dem Unternehmen und Dalian Yujin Trading Co., Ltd., Wang Jianlin, Sun Xishuang und Dalian Yifang Group Co., Ltd. eingereicht und vom Gericht umgesetzt wurde.

Dieser Fall geht auf eine Aktientransaktion im Dezember 2023 zurück. Damals verkaufte Yonghui Supermarket 389 Millionen Aktien von Wanda Commercial Management für 4,53 Milliarden Yuan an Dalian Yujin und stimmte einer Zahlung in acht Raten zu. Allerdings geriet Dalian Yujin mehrmals in Zahlungsverzug, nachdem er die erste Rate von 891 Millionen Yuan bezahlt hatte.

Im Juli 2024 unterzeichneten alle Parteien eine Zusatzvereinbarung, und Wang Jianlin und andere stellten gesamtschuldnerische Haftungsgarantien für die verbleibenden Schulden in Höhe von rund 3,839 Milliarden Yuan. Doch im September desselben Jahres war die vierte Rate erneut überfällig. Yonghui Supermarket reichte daraufhin ein Schiedsverfahren ein und gewann. Nach dem Urteil der Shanghai International Economic and Trade Arbitration Commission muss Dalian Yujin die verbleibende Eigenkapitalzahlung in Höhe von 3,639 Milliarden Yuan, einen pauschalierten Schadensersatz in Höhe von 218 Millionen Yuan und damit verbundene Kosten zahlen. Wang Jianlin haftet aufgrund der Garantie unbeschränkt gesamtschuldnerisch für die Rückzahlung.

Am 21. Mai reichte das Gericht Yonghuis Antrag auf Zwangsvollstreckung ein. Derzeit sind mehr als 490 Millionen Yuan an Eigenkapital im Namen von Wang Jianlin eingefroren.
