OpenAI bewirbt seinen „Sperrmodus“ bei mehr ChatGPT-Benutzern und seine Abdeckung hat sich von einer kleinen Anzahl von Unternehmensbenutzern, die großen Wert auf Sicherheit legen, auf alle persönlichen Konten und selbst eröffneten ChatGPT-Geschäftskonten ausgeweitet.

Diese Funktion wurde erstmals im Februar dieses Jahres angekündigt und stand zunächst nur einer sehr kleinen Anzahl von Benutzern mit extrem hohen Sicherheitsanforderungen zur Verfügung, beispielsweise Führungskräften und Sicherheitsteams in großen Organisationen. Heute gab OpenAI bekannt, dass persönliche ChatGPT-Konten wie Free, Go, Plus und Pro sowie Self-Service-ChatGPT-Business-Konten diese Funktion nach und nach erhalten werden. Benutzer können es unter „Einstellungen > Sicherheit“ von ChatGPT aktivieren, sofern das Konto diese Option geöffnet hat.

Nach der Aktivierung des Sperrmodus schränkt ChatGPT mehrere Funktionen ein oder deaktiviert sie, die auf das Netzwerk oder externe Dienste angewiesen sind, darunter Echtzeit-Webbrowsing, Deep Research, Agent-Modus usw. Insbesondere kann beim Echtzeit-Webbrowsing nur auf zwischengespeicherte Inhalte zugegriffen werden, und die Suchergebnisse sind möglicherweise eingeschränkt, nicht verfügbar oder veraltet. Die Bildunterstützung ist möglicherweise eingeschränkt und ChatGPT kann keine Bilder in regulären Antworten anzeigen oder keine Bilder aus dem Netzwerk abrufen. Benutzer können jedoch weiterhin Bilddateien hochladen und Bilder können weiterhin generiert werden, sofern dies unterstützt wird. Deep Research, Agent Mode, Canvas-Netzwerkzugriff und Dateidownloads zur Datenanalyse werden ebenfalls deaktiviert.

OpenAI wies außerdem darauf hin, dass der Sperrmodus das Erscheinen von Prompt-Injection-Inhalten in von ChatGPT verarbeiteten Materialien nicht vollständig verhindert. Beispielsweise können schädliche Anweisungen immer noch in hochgeladenen Dateien oder zwischengespeicherten Webseiten verborgen sein. Dieser Modus soll jedoch das Risiko verringern, indem er die Art und Weise minimiert, wie solche Angriffe vertrauliche Informationen aus dem Gespräch herausbringen können.

Zusätzlich zum Sperrmodus gab OpenAI außerdem bekannt, dass die Funktion „Aktive Sitzungen“ auch auf verschiedene ChatGPT-Konto- und Arbeitsbereichstypen ausgeweitet wurde. Mit dieser Funktion können Benutzer überprüfen, auf welchen Geräten ihr Konto angemeldet ist, und bei Bedarf die entsprechende Sitzung beenden. Das System zeigt Informationen wie Geräte- oder Browserinformationen, Anwendungskontext, ungefähren Standort, Datum und Uhrzeit der Anmeldung, ob es sich um ein vertrauenswürdiges Gerät handelt und ob es sich um die aktuelle Sitzung handelt.

OpenAI fügte hinzu, dass die Funktion „Aktive Sitzungen“ nicht verwendet werden kann, wenn das Konto an das Single-Sign-On-System der Organisation wie SAML oder OIDC gebunden ist.