Das französische Drohnen-Startup Celeste Ecoflyers hat kürzlich eine neue Starrflügeldrohne namens dAS10 auf den Markt gebracht. Sein einzigartiges aufblasbares Flügeldesign sieht nicht nur wie der Roboter Baymax im Film „Big Hero“ aus, sondern erreicht auch beeindruckende Langstreckenflugleistungen.

Im Bereich der Infrastrukturinspektion stehen traditionelle Betriebsmethoden vor vielen Herausforderungen. Infrastrukturen wie Öl- und Gaspipelines erstrecken sich oft über Tausende von Kilometern, und die manuelle Inspektion zu Fuß oder mit dem Auto ist äußerst ineffizient, während der Einsatz bemannter Flugzeuge mit hohen Betriebs- und Wartungskosten und strengen Anforderungen an Start- und Landebahnen verbunden ist. Helikopter oder vertikal startende und landende Drohnen benötigen zwar keine Start- und Landebahn, erfordern aber auch eine teure Besatzungsunterstützung und einen hohen Treibstoffverbrauch. Als Reaktion auf die oben genannten Probleme zielt die von Celeste Ecoflyers entwickelte dAS10-Drohne darauf ab, eine effizientere und wirtschaftlichere Lösung zu bieten.

Die dAS10 ist keine Starrkörperdrohne im herkömmlichen Sinne. Die Kerninnovation liegt in der Verwendung einer aufblasbaren Flügelstruktur. Dieses Design verzichtet auf herkömmliche Flügelhäute und Balkenstrukturen aus Metall oder Verbundwerkstoffen und setzt stattdessen auf eine komprimierte Textilhüllenstruktur. Dadurch können Benutzer es während des Transports zusammenfalten und verstauen und es vor Ort schnell aufblasen und einsetzen, ohne dass ein großes Bodenpersonal erforderlich ist. Obwohl sein Aussehen oft mit einem kleinen Luftschiff verwechselt wird, macht das Unternehmen deutlich, dass es sich bei der dAS10 im Wesentlichen um ein Starrflügelflugzeug handelt, das zum Fliegen eher auf aerodynamischen Auftrieb als auf Auftrieb angewiesen ist. Diese aufblasbare Struktur macht den Rumpf nicht nur sehr tragbar und auf dem Schlachtfeld reparierbar, sondern verleiht ihm auch ungewöhnliche Radareigenschaften im Vergleich zu ähnlichen Modellen.

Leistungsmäßig wurde die Drohne unter der Leitung von Olivier Manette entwickelt, der über einen Doktortitel in Computational Neuroscience verfügt und außerdem lizenzierter ULM-Fluglehrer ist. Nach offiziellen Angaben von Celeste Ecoflyers liegt die Reisegeschwindigkeit des dAS10 zwischen 60 und 80 Kilometern pro Stunde, die Flugzeit auf einer einzelnen Reise kann mehr als 10 Stunden betragen und die maximale Nutzlastkapazität beträgt bis zu 5 Kilogramm. Dieses Modell eignet sich hauptsächlich für Aufgaben wie die Überwachung in geringer Höhe und die Signalweiterleitung. Derzeit plant das Unternehmen, im vierten Quartal 2026 die ersten kommerziellen Testeinsätze durchzuführen. Zu den potenziellen Kunden zählen Pipeline- und Energienetzbetreiber, Logistikunternehmen und Meeresüberwachungsinstitute.

Celeste Ecoflyers wies darauf hin, dass angesichts der steigenden Betriebskosten der Luftfahrt, der Verbesserung der Vorschriften für den autonomen Drohnenflug und der Weiterentwicklung der aerodynamischen Strukturmaterialtechnologie der richtige Zeitpunkt für einen Wandel in dieser Branche gekommen sei. Verglichen mit den aktuellen durchschnittlichen Kosten für die Hubschrauberinspektion von bis zu 2.500 US-Dollar pro Stunde (ohne Besatzungs- und Treibstoffkosten) wird erwartet, dass dAS10 die Effizienz der Branche erheblich verbessern und die Betriebskosten erheblich senken wird, während gleichzeitig die Flugsicherheit gewährleistet wird. Am 7. Mai dieses Jahres absolvierte der dAS10-Prototyp seinen ersten Testflug in Le Havre, Frankreich, und markierte damit einen entscheidenden Schritt für dieses innovative Projekt.