Kürzlich hat Apple seine Werberichtlinien für Apple Maps offiziell bekannt gegeben. Gemäß den neuesten Vorschriften hat Apple die Qualifikationen von Unternehmen geklärt, die Werbung auf der Plattform schalten dürfen, und nicht nur mehrere spezifische Unternehmenskategorien direkt auf die schwarze Liste gesetzt, sondern behält auch die endgültige Entscheidungsbefugnis über alle Werbungen auf der Plattform.

Wie erwartet sind die Werberichtlinien von Apple in einigen Schlüsselbereichen strenger als die des Konkurrenten Google, was auch die konsequent strenge Haltung von Apple bei der Überprüfung von Inhalten fortsetzt. In den dieses Mal eingeführten Vorschriften erließ Apple Maps ein klares Verbot bestimmter Werbekategorien, darunter Kautionsdienste und Geldautomaten (ATMs) für Kryptowährungen.
Es ist erwähnenswert, dass Apple Maps auch alle Anzeigen für Haushaltsdienstleistungen vollständig verboten hat, was bedeutet, dass Unternehmen in Branchen wie Klempnern, Elektrikern, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik sowie Dachreparaturen keine Werbung auf der Plattform schalten können. Apple-Verantwortliche haben die Gründe für den Ausschluss dieser Kategorien noch nicht konkret erklärt. Im Gegensatz dazu erlaubt Google diesen Home-Service-Unternehmen im Allgemeinen die Platzierung von Anzeigen, sofern sie lokale Vorschriften und andere Werberichtlinien einhalten.
Im Hinblick auf medizinische Dienstleistungen führt Apple zwar keine pauschale Blockierungsrichtlinie ein, in den Vorschriften heißt es jedoch eindeutig, dass solche Werbung „von Fall zu Fall bewertet“ wird. Google erlaubt im Allgemeinen die Platzierung medizinischer Anzeigen, wenn sichergestellt wird, dass die Anzeigen den örtlichen Gesetzen entsprechen. Darüber hinaus hat Apple politische Werbung vollständig verboten, und dieses Verbot beschränkt sich nicht nur auf Apple Maps, sondern erstreckt sich auf das gesamte Ökosystem. Im Gegensatz dazu erlaubt Google politische Anzeigen auf Google Maps und anderen Abschnitten.
Werbetreibende für Apple Maps müssen sich strikt an die allgemeinen Werberichtlinien von Apple halten. Das bedeutet, dass Werbeinhalte klar und prägnant präsentiert werden müssen und Werbetreibende Nutzer nicht auf Seiten verweisen dürfen, die für die Anzeige nicht relevant sind, noch dürfen sie irreführende Werbeterminologie verwenden. Insgesamt verfügt Apple über einen äußerst weiten Ermessensspielraum bei der Ablehnung von Anzeigen, selbst wenn die Anzeigen nicht direkt gegen eine bestimmte schriftliche Regel verstoßen.
Nach jahrelangen Spekulationen beginnt nun endlich die Einführung von Apple Maps-Anzeigen. Bereits 2022 glaubte die Branche, dass der Technologieriese die Vor- und Nachteile einer Konsolidierung seines Werbegeschäfts abwäge. Spätere Berichte prognostizierten, dass die Werbung im Jahr 2023 erscheinen würde, doch zwischen 2023 und 2025 kam der Plan nicht wirklich in die Tat um. Bis Ende 2025 heizten sich die Spekulationen über Apple Maps-Werbung erneut auf, und entsprechende Berichte wiesen erneut auf deren Veröffentlichungszeitpunkt im Jahr 2026 hin. Im März 2026, mit der Einführung des Apple Business-Dienstes, bestätigte Apple diesen Plan schließlich offiziell und kündigte an, dass das Werbegeschäft beginnend schrittweise an Nutzer von Apple Maps weitergegeben wird im Sommer 2026.