Die vom indischen Luft- und Raumfahrt-Startup Skyroot Aerospace entwickelte Trägerrakete Vikram-1 soll am 18. Juli um 14:00 Uhr Pekinger Zeit ihren Erstflug mit dem Codenamen „Aagaman“ durchführen.Dies ist die erste Trägerrakete der Orbitalklasse in der Geschichte der indischen Raumfahrt, die vollständig von einem Privatunternehmen gebaut wurde. Der Startplatz befindet sich an der Startstation Nr. 1 des Satish Dhawan Space Center in Sriharikota.
Diese Rakete ist nach Vikram Sarabhai, dem Vater der indischen Luft- und Raumfahrt, benannt. Die Kernmitglieder des Forschungs- und Entwicklungsteams stammen alle von der indischen Weltraumforschungsorganisation ISRO. Zuvor hatte die Marke im Jahr 2022 den Start der suborbitalen Rakete Vikram-S abgeschlossen und übernahm damit die Führung dabei, indischen Privatunternehmen den Zugang zum Weltraum zu ermöglichen. Diesmal ist Vikram-1 in der Lage, wirklich in die Umlaufbahn zu gelangen, und die beiden haben eine technologische Iterationsbeziehung aufgebaut.

Die Gesamthöhe der Rakete beträgt etwa 22 Meter und sie verfügt über eine vierstufige Antriebsanordnung. Die ersten drei Stufen sind mit inländischen Feststoffboostermotoren ausgestattet, und die letzte Stufe ist mit einem 3D-gedruckten Modul zur Anpassung der Umlaufbahn von Flüssigkeiten ausgestattet.
Der gesamte Raketenkörper besteht aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen, was das Eigengewicht erheblich reduziert und die strukturelle Festigkeit verbessert. Mehr als 90 % aller Teile der gesamten Rakete werden vor Ort hergestellt.
In Bezug auf die Transportkapazität kann Vikram-1 bis zu 350 Kilogramm Mikrosatelliten in eine erdnahe Umlaufbahn mit einer Entfernung von 450 Kilometern transportieren, ist synchron kompatibel mit den Startanforderungen für sonnensynchrone Umlaufbahnen und konzentriert sich auf eine schnelle Reaktion auf auftragsbezogene Startdienste.

Offiziell betragen die Startkosten pro Kilogramm etwa 15.000 US-Dollar und zielen auf den weltweit schnell wachsenden Markt für Satellitennetzwerke im niedrigen Orbit ab. Das Unternehmen hat derzeit Absichtserklärungen zum Start von mehr als 400 Satelliten unterzeichnet.
Bei diesem ersten Flug handelt es sich um eine Verifizierungstestmission. Das Hauptziel besteht darin, die Stabilität der Raketenantriebs-, Lenk- und Navigations-, Telemetrie-Kommunikations- und Satelliten-Raketen-Trennsysteme unter realen Flugbedingungen vollständig zu testen. Der voreingestellte Neigungswinkel der Zielbahn der Mission beträgt 60 Grad und die Umlaufbahnhöhe beträgt 450 Kilometer. Die Rakete ist mit mehreren Sätzen technischer Verifizierungsnutzlasten ausgestattet und als Trageobjekt dient eine Miniatur-Goldskulptur zum Gedenken an indische Wissenschaftler.