Samsung Electronics strukturiert sein US-amerikanisches Unterhaltungselektronikgeschäft um und entlässt Hunderte US-Mitarbeiter, da das Unternehmen seinen Hauptsitz von New Jersey nach Texas verlegt. Während der Boom der künstlichen Intelligenz dazu geführt hat, dass das Halbleitergeschäft von Samsung Rekordgewinne verzeichnete, gerieten die Bereiche Mobiltelefone, TV und Haushaltsgeräte durch steigende Chippreise stark unter Druck.

Samsung Electronics America gab bekannt, dass der Umzug des Hauptsitzes 739 Stellen in seinem Büro in Englewood Cliffs, New Jersey, betrifft. Während das Unternehmen den meisten betroffenen Mitarbeitern die Möglichkeit geboten hat, in Texas zu arbeiten, sind einige immer noch mit Entlassungen konfrontiert. Darüber hinaus entlässt Samsung Berichten zufolge rund 100 Mitarbeiter an seinem Standort in Plano, Texas, darunter auch aus der Mobilfunksparte. Daten zeigen, dass die betroffenen Stellen in New Jersey mehr als 60 % der Gesamtzahl der Ortskräfte im Bundesstaat ausmachen. Interne Dokumente zeigen, dass die Entlassungen Teil eines unternehmensweiten Personalabbaus sind.

Bemerkenswert ist, dass Samsung Electronics sein Büro in Englewood Cliffs, New Jersey, erst im vergangenen September bezog, nachdem die Einrichtung den Hauptsitz in Ridgefield Park ersetzt hatte, in dem es sich seit 1992 befunden hatte. Zu dieser Migration sagte Samsung, dass dies der Integration von Teams, der Verbesserung der Zusammenarbeitseffizienz und der Ausrichtung von Positionen an der strategischen Ausrichtung des Unternehmens dienen solle, und betonte, dass es derzeit keinen umfassenden globalen Restrukturierungsplan für das Konsumgütergeschäft gebe. Allerdings bestehen bei den Mitarbeitern weiterhin Bedenken, dass es zu weiteren Entlassungen oder Konsolidierungen in den Sparten Haushaltsgeräte, Home-Entertainment und Mobilfunk kommen könnte.

Diese Entlassungsdynamik offenbart die zunehmend widersprüchliche Betriebssituation bei Samsung. Sein Geschäft mit Speicherchips profitiert stark von der starken Nachfrage auf dem Markt für künstliche Intelligenz. Es wird erwartet, dass der Betriebsgewinn im zweiten Quartal dieses Jahres 89,4 Billionen Won erreichen wird, etwa 58,4 Milliarden US-Dollar, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Allerdings haben Chipknappheit und Preissteigerungen, auch getrieben durch künstliche Intelligenz, stattdessen die Produktionskosten elektronischer Produkte wie Mobiltelefone in die Höhe getrieben. Trotz starker Verkäufe der Galaxy-S26-Serie könnte Samsungs Mobilsparte immer noch den ersten Verlust in der Geschichte erleiden. Gepaart mit der harten Konkurrenz von Apple und chinesischen Marken auf dem Mobilfunk- und TV-Markt steht das Unternehmen vor vielen Herausforderungen. Samsung beschäftigte Ende 2025 11.770 Mitarbeiter in den USA und sein Halbleitergeschäft verfügt bereits über große Produktionsanlagen in Austin und Tyler, Texas.