Sony Music Entertainment reichte offiziell eine neue Klage gegen die Musikgenerierungsplattform Udio mit künstlicher Intelligenz ein und wirft der Plattform vor, angeblich das Urheberrecht von mehr als 30.000 ihrer Songs zu verletzen. Die in diesem Fall beteiligten Werke umfassen die Meisterwerke vieler bekannter Künstler, von Elvis Presleys Klassiker „Hound Dog“ über Beyoncés „Say My Name“ bis hin zu Harry Styles‘ „As It Was“.

Laut Dokumenten, die einem New Yorker Gericht vorgelegt wurden, sagte Sony, dass die Songs nur einen kleinen Teil der verletzten Werke darstellten. Zuvor hatte Sony gemeinsam mit der Universal Music Group und Warner Records eine Klage gegen Udio und ein weiteres KI-Musikunternehmen, Suno, eingereicht.

Nachdem Sony die Trainingsdaten von Udio durch Beweisermittlungsverfahren erhalten hatte, versuchte Sony, die mehr als 30.000 Songs, die ohne Genehmigung kopiert und in das generative KI-Modell integriert worden waren, durch Audio-Fingerprinting-Technologie in die Klage einzubeziehen. Der Antrag wurde jedoch später vom Richter abgelehnt, was dazu führte, dass der ursprüngliche Fall bei 333 Werken verhandelt wurde. Sony hat eine neue Klage gegen diese mehr als 30.000 Songs eingereicht und behält sich das Recht vor, den Umfang der Klage in Zukunft auszuweiten.

In der Klage heißt es, Udio habe zugegeben, dass seine generativen KI-Modelle dadurch erstellt wurden, dass dem Programm eine große Anzahl verschiedener Arten von Audioaufnahmen gezeigt wurden. Derzeit haben Universal Music und Warner Music eine Einigung mit Udio erzielt und sich für eine Zusammenarbeit mit der Plattform entschieden, da die Musikindustrie auf die Technologie der künstlichen Intelligenz setzt. In dieser Klage beantragte Sony beim Gericht, Udio die Fortsetzung der Rechtsverletzung zu verbieten, und forderte eine Entschädigung von bis zu 150.000 US-Dollar für jedes verletzte Werk.