Während der kürzlich abgehaltenen Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des zweiten Quartals von Tesla drückte CEO Elon Musk öffentlich seine Dankbarkeit gegenüber Micron Technology aus und lobte das Unternehmen dafür, dass es Tesla eine stabile Speicherchip-Quote zur Verfügung gestellt und den Preis trotz des aktuellen Branchenhintergrunds hoher Speicherchip-Preise in einem angemessenen Rahmen gehalten habe. Diese Nachricht hat in der Außenwelt große Aufmerksamkeit auf die Lieferkettenstruktur von Tesla und verwandten Unternehmen gelenkt.

Den neuesten veröffentlichten Finanzdaten zufolge war Tesla im zweiten Quartal dieses Jahres einem gewissen Rentabilitäts- und Umsatzdruck ausgesetzt, und viele wichtige Finanzindikatoren wurden von Marktschwankungen beeinflusst. In dieser Finanzberichtssitzung wurde jedoch die Diskussion über Lieferkette und Chipreserven zu einem Höhepunkt. Musk erwähnte bei dem Treffen ausdrücklich, dass es angesichts des derzeit knappen Angebots und der Nachfrage auf dem globalen Speichermarkt und der hohen Preise sowie der Tatsache, dass selbst Technologiegiganten wie Apple unter Kostendruck stehen, für Micron Technology besonders selten ist, Tesla angemessene Unterstützung bei der Speicherzuweisung zu gewähren.
Branchenanalysten wiesen darauf hin, dass Teslas aktueller Gesamtumfang in Bezug auf künstliche Intelligenz und Rechenleistung zwar immer noch weit hinter dem traditioneller Hyperscale-Rechenzentren zurückbleibt. Beispielsweise beträgt die Rechengröße der Cortex 1- und Cortex 2-Cluster 90 MW bzw. 115 MW, und die Nachfrage nach einer stabilen Hardwareversorgung ist stets auf einem hohen Niveau geblieben.
Gleichzeitig ist ein weiterer Fokus der Außenwelt darauf gerichtet, ob die Angebots- und Preispolitik von Micron Technology auch anderen Unternehmen im Besitz von Musk zugute gekommen ist, etwa der Space Exploration Technology Company und ihrer Geschäftseinheit für künstliche Intelligenz (SpaceXAI). Derzeit befindet sich die Abteilung in einer rasanten Expansionsphase. Sein Rechenzentrumsprojekt in Texas verfügt über einen riesigen Grafikprozessor-Cluster und es besteht ein äußerst dringender Bedarf an fortschrittlicher Hardware und Speicherressourcen. Obwohl Musk in diesem Finanzbericht nicht klar offenlegte, ob auch andere Unternehmen diese Vorzugsbehandlung genossen haben, ist die Außenwelt angesichts der zunehmend engeren strategischen Koordination zwischen Unternehmen in seinem riesigen Geschäftsgebiet allgemein davon überzeugt, dass diese Möglichkeit nicht ignoriert werden kann.
Da sich der Wettbewerb im globalen Hardware- und Künstliche-Intelligenz-Bereich derzeit weiter verschärft, werden Stabilität und Kostenkontrollfähigkeit der Lieferkette zu Schlüsselfaktoren für den Erfolg großer Technologieunternehmen. Die Supply-Chain-Unterstützung, die Tesla dieses Mal erhalten hat, lindert nicht nur in gewissem Maße die eigene Hardware-Kostenangst, sondern bietet auch ein neues Beobachtungsfenster für das Kooperationsmodell der gesamten Branche im Kontext der Chipknappheit.