Während sich Microsofts voreingestellter Software-Lebenszyklusknoten nähert, enthüllte der jüngste Geschäftsführer des PC-Hardware-Riesen Hewlett-Packard (HP) die düstere Realität im globalen Betriebssystemaustauschprozess. Offizielle HP-Führungskräfte bestätigten in einem Performance-Meeting mit Investoren, dass in der riesigen Benutzerbasis etwa 30 % der aktiven Geräte weiterhin Windows 10-Systeme ausführen. Dies veranlasste Microsoft indirekt auch dazu, den etablierten Plan zu brechen und den Zeitraum des erweiterten Sicherheitssupports (ESU) von Windows 10 bis Oktober 2027 zu verschieben.

Obwohl Microsoft-Beamte den Marktanteil bestimmter Betriebssysteme schon lange nicht mehr offengelegt haben und Daten von externen Statistikämtern und -plattformen (wie StatCounter oder Steam Hardware Survey) aufgrund unterschiedlicher statistischer Dimensionen häufig begrenzt sind, wird die interne Einschätzung von HP, einem der weltweit größten Computerhersteller, von der Branche allgemein als eine der Daten angesehen, die der realen Situation am nächsten kommen. Karen L. Parkhill, Executive Vice President und Chief Financial Officer von HP, wies in dem Bericht darauf hin, dass die Nachfrage nach neuen Geräten mit künstlicher Intelligenz (KI-PC) und Windows 11-Upgrades zwar eine deutliche Wachstumsdynamik in Europa, dem Nahen Osten, Afrika (EMEA) und dem asiatisch-pazifischen Raum (APJ) gezeigt habe und sowohl das Verbraucher- als auch das kommerzielle Geschäft zweistellige Zuwächse verzeichneten, der riesige Aktienmarkt für alte Systeme jedoch immer noch stark sei, was zeigt, dass eine beträchtliche Anzahl von Benutzern noch nicht vollständig auf Windows 11 umgestiegen sei Hardwarebedingungen oder Nutzungsgewohnheiten.

Angesichts dieser Marktstruktur ist das HP-Management relativ optimistisch eingestellt. Ketan Patel, Präsident des Personal-Systems-Geschäfts von HP, sagte, dass diese 30 % der bestehenden Benutzer, die noch kein Upgrade durchgeführt haben, einen riesigen Markt für kurzfristige Hardware-Aktualisierungen darstellen. Da die Kosten für Cloud-KI-Rechenleistung steigen, tendieren immer mehr Kunden dazu, Rechenlasten an den Rand zu verlagern. Daher bleibt die strukturelle Nachfrage nach Hardware und High-End-PCs mit leistungsstarken Edge-KI-Computing-Fähigkeiten sehr stark, was das zukünftige Marktumsatzwachstum weiter vorantreiben wird.

Für Microsoft stellt diese große Gruppe von „Upgrade-Verweigerern“ jedoch einen nicht zu ignorierenden Betriebs- und Wartungsdruck dar. Obwohl der kostenpflichtige erweiterte Supportplan für Windows 10 ursprünglich im Oktober 2026 enden sollte, da die Benutzerakzeptanz von Windows 11 nicht so gut war wie erwartet, entschied sich Microsoft schließlich, der Realität nachzugeben und verlängerte den Support-Service um ein weiteres volles Jahr bis Oktober 2027, wodurch sich für die Mehrheit der Unternehmen und Einzelbenutzer eine längere Pufferzeit ergab.