Google gab bekannt, dass es seine Lösung für Apples Alterssicherungstool, die Play Signal API, weltweiten Nutzern zugänglich macht und plant, bis Ende 2026 eine weltweite Abdeckung zu erreichen. Derzeit wurde diese Technologie in Brasilien eingeführt und soll Android-Entwicklern dabei helfen, junge Nutzergruppen von Anwendungen zu identifizieren und so ein sichereres und altersgerechtes Erlebnis zu bieten.

Dem Plan zufolge soll die API Mitte August zunächst auf den australischen und kanadischen Märkten landen und dann noch in diesem Jahr auf allen Märkten weltweit beworben werden. Die Funktion kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem Gesetzgeber und Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt weiterhin Druck auf App-Stores ausüben, einen stärkeren Schutz für Minderjährige zu gewährleisten. Beispielsweise hat Apple im Februar dieses Jahres weltweit Tools zur Altersüberprüfung eingeführt, um sich an die zunehmenden Vorschriften zur Altersüberprüfung anzupassen.
Ähnlich wie bei Apple ermöglicht die Technologie von Google Entwicklern, die Altersspanne eines Nutzers zu erfahren, ohne persönliche Informationen wie das Geburtsdatum zu erhalten. Stattdessen können Eltern die Altersgruppe ihres Kindes direkt in der App mitteilen, und erwachsene Benutzer können ihr Alter selbst mitteilen, wenn sie vom App-Entwickler dazu aufgefordert werden, um ein individuelles Erlebnis zu ermöglichen.
Eltern müssen diese gemeinsam genutzten Informationen nicht einzeln über Apps hinweg verwalten. Um den Vorgang zu vereinfachen, hat Google relevante Kontrollen in seinem Kindersicherungspanel Family Link zentralisiert. Sobald die Informationen eingegeben sind, kann jeder Entwickler, der auf die Altersgruppendaten zugreifen möchte, das Signal aufrufen, um den Inhalt seiner Anwendung anzupassen. Allerdings betont Google, dass Altersgruppenangaben nicht standardmäßig weitergegeben werden und von den Eltern aktiv ausgewählt und eingegeben werden müssen.
Die Funktion ergänzt andere bestehende Sicherheitstools bei Google Play, darunter eines, mit dem Entwickler verhindern können, dass bestimmte Apps von Kindern entdeckt werden. Gleichzeitig können Eltern über die Family Link-App von Google Play weiterhin die Bildschirmzeit ihrer Kinder verwalten, App-Downloads genehmigen oder PIN-basierte Inhaltsfilter für bestimmte Apps festlegen.