Am 10. Januar 2024 stellte die Zeiss Group (ZEISS) auf der CES2024 eine neue holographische Technologie vor und plant, diese in den Bereichen Automobil, Bildgebung und Beleuchtung anzuwenden. Der offiziellen Einführung zufolge ist der Kern dieser neuen Technologie eine dünne transparente Schicht. Auf dieser transparenten Schicht werden auf kleinstem Raum hochpräzise optische Komponenten verbaut.
Die bei dieser Technologie eingesetzten optischen Komponenten weisen nicht nur eine Transparenz von über 92 % auf, sondern zeichnen auch Bilder mit hoher Klarheit auf. Darüber hinaus kann die Technologie jede Glasoberfläche (ein Gebäudefenster, eine transparente Leinwand, ein Fahrzeugseitenfenster) in einen Bildschirm für On-Demand-Kommunikation verwandeln.
Zeiss sagte, dass es durch neue Technologien möglich sein könnte, das bisherige Bedauern darüber zu ändern, dass die holografische Technologie aufgrund von Einschränkungen bei Installationsraum, Gewicht und Kosten nicht weit verbreitet werden konnte. Auch Roman Kleindienst, Vizepräsident Mikrooptik bei Zeiss, sagte: „Dieser Meilenstein der holografischen Technologie ist vergleichbar mit der Erfindung des Buchdrucks. Deshalb nennen wir ihn den ‚Gutenberg-Moment‘ der holografischen Technologie.“
Berichten zufolge plant Zeiss, sich auf die Anwendung dieser Technologie im Automobilbereich zu konzentrieren. Für Automobilprodukte kann diese Technologie verwendet werden, um Augmented-Reality-HUD-Head-up-Display-Funktionen zu implementieren. So kann der Fahrer beispielsweise die benötigten Informationen in seinem Blickfeld erscheinen lassen, ohne den Blick von der Straße abzuwenden. Durch den Einsatz dieser Technologie können auch einige neue einfache Funktionen ermöglicht und der Fahrzeugkomfort verbessert werden: So können beispielsweise die Seiten- und Heckscheiben für die Car2X-Kommunikation genutzt werden. Durch den Einsatz dieser Technologie können wir auch das Autofensterglas schwärzen, sodass die erforderlichen Texte, Bilder und sogar Videoinhalte nur innerhalb oder außerhalb des Autos sichtbar sind.
Interessanterweise gibt Zeiss offiziell an, über Ein-, Aus- und Lichtleiterelemente einfallendes Licht an versteckte Sensoren weiterleiten zu können. Mit der hohen Transparenz der Technologie selbst lässt sich eine „transparente Kamera“ realisieren. Mit dieser Technologie müssen Automobilhersteller keinen Einbauraum für Linsen oder Sensoren im sichtbaren Bereich der Karosserie reservieren und können ein verstecktes Fahrzeugverfolgungs- oder Rückfahrradar oder ein verstecktes Ermüdungserkennungssystem im Fahrzeug implementieren.
Zu dieser Technologie erklärte Zeiss offiziell, dass man keine eigenen Produkte produzieren wolle, sondern stattdessen technische Supportleistungen für verschiedene Hardwarehersteller erbringe.