Zusammenfassung:
Apples neueste Version der Apple Watch Ultra 4 hat eine weniger auffällige, aber technisch bedeutsame Anpassung der Satellitennavigationsfunktion vorgenommen. Den technischen Produktspezifikationen zufolge hat Apple die Unterstützung für das russische globale Satellitennavigationssystem GLONASS eingestellt und ist damit das erste Produkt der Ultra-Serie, das in den letzten Jahren auf das Navigationssystem verzichtet hat.

Die neue Generation der Apple Watch Ultra 4 unterstützt derzeit GPS, das europäische Galileo-Positionierungssystem, das japanische QZSS-Satellitenpositionierungssystem und das chinesische Beidou-Satellitennavigationssystem. Die Apple Watch Ultra 3 der vorherigen Generation unterstützt auch die Systeme GPS, GLONASS, Galileo, QZSS und Beidou. Im Gegensatz dazu wurde GLONASS als einziges Navigationsnetzwerk entfernt.
Obwohl Apple die Gründe für diese Entscheidung nicht öffentlich erläutert hat, ist diese Änderung aus technischer Sicht nicht unbegründet. Derzeit unterstützen GPS, Galileo, Beidou und QZSS alle eine fortschrittlichere CDMA-Signalarchitektur und können Multiband-Positionierungsfunktionen bereitstellen, um eine präzisere Positionsmessung zu erreichen. Im Gegensatz dazu können Verbrauchergeräte normalerweise nur das L1-Frequenzbandsignal des GLONASS-Systems empfangen, und sein Positionierungswert ist bei Zweifrequenz-Positionierungsgeräten zurückgegangen.
Darüber hinaus verwendet GLONASS eine andere Signalarchitektur als andere Mainstream-Systeme. Da jeder Satellit über unabhängige Hardware-Zeitversätze verfügt, muss das Empfangsgerät eine zusätzliche Kalibrierungsverarbeitung für verschiedene Satelliten durchführen, was die Wahrscheinlichkeit von Positionierungsfehlern erhöhen und den Navigationsalgorithmus komplexer machen kann.
Brancheninsider glauben, dass die Entfernung der GLONASS-Unterstützung durch Apple mehrere potenzielle Vorteile mit sich bringen könnte. Die erste besteht darin, die Positionierungsgenauigkeit weiter zu optimieren, da das System stärker auf moderne Multiband-Navigationsnetze angewiesen sein wird. Zweitens kann es einen Teil der Signalverarbeitungsarbeitslast reduzieren und dadurch den Stromverbrauch senken. Gleichzeitig kann es auch einen gewissen positiven Einfluss auf die Akkulaufzeit haben.
Es ist erwähnenswert, dass diese Anpassung nicht auf die gesamte Apple Watch-Produktlinie ausgeweitet wurde. Die neu veröffentlichte Apple Watch Series 12 von Apple behält weiterhin die GLONASS-Unterstützung. Analysten gehen davon aus, dass dies möglicherweise mit der unterschiedlichen Gestaltung der Positionierungssysteme der beiden Produkte zusammenhängt. Da die Serie 12 immer noch stärker auf einer Single-Frequenz-Positionierungsarchitektur basiert, haben die von GLONASS bereitgestellten zusätzlichen Satellitendaten immer noch einen gewissen Zusatzwert. Für die Ultra-Serie, die fortschrittlichere Zweifrequenz-Positionierungslösungen verwendet, wurde die Bedeutung von GLONASS deutlich reduziert.
In den letzten Jahren setzen High-End-Smartwatches zunehmend auf Multi-Konstellations- und Multiband-Gelenkpositionierungstechnologie. Da GPS, Galileo, Beidou und QZSS nun in der Lage sind, eine hohe Abdeckung und hochpräzise Positionierungsdienste bereitzustellen, verschwinden einige traditionelle Satellitennavigationssysteme allmählich von der Unterstützungsliste einiger Unterhaltungselektronikprodukte.
Für die meisten Benutzer der Apple Watch Ultra 4 ist nicht zu erwarten, dass diese Anpassung wesentliche Änderungen im Erlebnis mit sich bringt. Im Gegenteil: In typischen Nutzungsszenarien wie Outdoor-Sport, Wanderabenteuern, Laufen im Gelände und Navigation hofft Apple möglicherweise, durch eine schlankere und modernere Satellitenkombination ein stabileres Positionierungserlebnis und eine bessere Akkulaufzeit zu erreichen.
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