Zusammenfassung:
Da Google endlich alle Spuren der Manifest V2-Erweiterung entfernt hat und viele Plugins betroffen sind, darunter beliebte Erweiterungen wie uBlock Origin, hat sich AdGuard anschließend als praktikable Alternative positioniert. Der Werbeblocker sagt, dass Benutzer ihn weiterhin in Chrome verwenden können. Allerdings bieten Browser wie Firefox und Brave andere Optionen. Firefox hat sich verpflichtet, MV2-Erweiterungen weiterhin zu unterstützen, und Brave hat, obwohl es auf Chromium basiert, ebenfalls erklärt, dass es die Unterstützung für MV2-Erweiterungen so lange wie möglich aufrechterhalten wird.
Für Nutzer, die weiterhin uBlock Origin oder andere MV2-Plug-Ins nutzen möchten und daher über einen Browserwechsel nachdenken, stellt sich natürlich die Frage: Welcher Browser ist der schnellste und eignet sich am besten als Chrome-Alternative?
Brave versucht, diese Frage zu beantworten. Das Unternehmen kündigte kürzlich Leistungstests an, die in verschiedenen Szenarien durchgeführt wurden, und verglich seinen Browser mit Google Chrome, Mozilla Firefox und Microsoft Edge.
Für den Test wurde ein Apple Mac Mini verwendet, der mit einem M2-Chip, 8 GB einheitlichem Speicher und macOS 26.5.1 ausgestattet war. Brave, Chrome, Edge und Firefox wurden mit den jeweils neuesten verfügbaren Versionen getestet und an ein separates 50-Mbit/s-Netzwerk angeschlossen. Basierend auf seinen Suchstatistiken hat Brave die 50 beliebtesten Websites der Welt zum Testen ausgewählt. Jedes Experiment wurde zehnmal wiederholt und die Testreihenfolge der Browser wurde nach dem Zufallsprinzip angepasst, um die Möglichkeit zu verringern, dass ein bestimmter Browser aufgrund der Testreihenfolge profitieren würde.

Es ist zu beachten, dass diese Ergebnisse aus von Brave selbst durchgeführten Tests stammen und daher aus der Perspektive von Tests durch Erstanbieter betrachtet werden sollten. Brave behauptet, dass sein Browser im Vergleich zu anderen getesteten Browsern im Durchschnitt 44 % weniger CPU-Ressourcen beansprucht und gleichzeitig den Energieverbrauch um 10 % und die Speichernutzung um 28 % reduziert. Darüber hinaus empfängt Brave beim Laden von Webseiten 26 % weniger Daten, sendet 39 % weniger Daten und die durchschnittliche Ladegeschwindigkeit von Webseiten ist 20 % schneller.
Besonders hervorzuheben sind die Daten zur CPU-Nutzung. Im Test lag die durchschnittliche CPU-Auslastung von Brave bei etwa 33 %, Chrome bei etwa 47 %, Edge bei etwa 53 % und Firefox bei 78 %. Dementsprechend sagte Brave, dass die durchschnittliche CPU-Auslastung von Firefox etwa 2,4-mal so hoch sei wie die seines eigenen Browsers.

Die Speichernutzung zeigt ebenfalls einen ähnlichen Trend. Brave benötigt bei jedem Laden einer Seite durchschnittlich etwa 1200 MB Speicher, Chrome etwa 1750 MB, Edge etwa 1620 MB und Firefox etwa 1650 MB. Basierend auf diesem Ergebnis ist die Speichernutzung von Brave etwa 31 % niedriger als bei Chrome, etwa 26 % niedriger als bei Edge und etwa 27 % niedriger als bei Firefox.
In Bezug auf die Ladegeschwindigkeit von Webseiten gab Brave an, dass die durchschnittliche Zeit etwa 4,4 Sekunden beträgt, was schneller ist als die 5,1 Sekunden von Chrome, die 5,3 Sekunden von Firefox und die 6 Sekunden von Edge.
Diese Daten weisen jedoch eine wichtige Einschränkung auf. Gemessen am Maximum Content Draw (LCP), also wenn der sichtbare Hauptinhalt einer Seite angezeigt wird, sind die Unterschiede zwischen den Browsern viel geringer. Brave und Chrome lagen beide im Durchschnitt bei etwa 2,4 Sekunden, Edge und Firefox bei etwa 2,5 Sekunden. Mit anderen Worten: Der Vorteil von Brave scheint hauptsächlich in der schnelleren Erledigung anderer verwandter Aufgaben beim Laden der Webseite zu liegen und nicht unbedingt in der schnelleren Anzeige des Hauptinhalts der Webseite.

Brave weist darauf hin, dass seine Werbe- und Tracker-Blockierungsfunktionen Hintergrund-Tracker, Analyseanfragen und andere Verzögerungsskripte blockieren. Diese Inhalte werden oft weiter geladen, nachdem der Inhalt der Hauptseite angezeigt wurde. Wenn Sie sie blockieren, kann dies dazu beitragen, die Ladezeit der gesamten Seite zu verkürzen.
Auch im Hinblick auf Netzwerkdaten behauptet Brave, offensichtliche Vorteile zu haben. Im Test erhielt Brave durchschnittlich etwa 4,4 MB Daten pro geladener Seite, Chrome etwa 4,8 MB, Firefox etwa 6,3 MB und Edge etwa 6,8 MB. Was das Senden von Daten anbelangt, erreichte Brave im Durchschnitt nur 0,18 MB, verglichen mit 0,25 MB für Firefox, 0,30 MB für Edge und 0,34 MB für Chrome.
Brave führt auch beliebte synthetische Browser-Benchmarks wie Speedometer 3.1, JetStream 2.2 und MotionMark 1.3.1 aus. Diese Ergebnisse haben jedoch eine relativ begrenzte Referenzbedeutung für den Punkt, den Brave zu beweisen versucht. Da Brave, Chrome und Edge alle auf Chromium basieren, liegen die Ergebnisse der drei in der Regel nahe beieinander; Firefox, das die Gecko-Engine verwendet, hinkt oft hinterher.
Es ist erwähnenswert, dass Brave im MotionMark-Test etwas schlechter abschneidet als Chrome und Edge. Brave führt diese Lücke auf den Mehraufwand an zusätzlichen Datenschutzfunktionen bei grafikintensiven Arbeitslasten zurück.
Benutzer können den vollständigen Testbericht des Unternehmens auf der offiziellen Website von Brave einsehen:
https://brave.com/blog/brave-outperforms-other-browsers/

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