Zusammenfassung:
Laut Bloomberg erklärte sich Dada Group, eine Einzelhandels- und Lieferplattform im Besitz von JD.com, am 12. September bereit, 500.000 US-Dollar zu zahlen, um die von der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) gegen sie erhobenen Vorwürfe zu begleichen. Die SEC sagte, dass Dada ab Oktober 2022 in mehreren Quartalen eine Reihe von „falschen Transaktionen“ durchgeführt habe, um die Umsatzziele zu erreichen.

JD.com
Die SEC erklärte in einer am Freitag erlassenen Unterlassungsanordnung, dass Dada zwischen Oktober 2022 und September 2023 angeblich bestimmte Online-Werbe- und Marketingtransaktionen gefälscht habe, wodurch sich die Nettoeinnahmen sowie die Betriebs- und Supportkosten um mehr als 160 Millionen US-Dollar erhöhten.
Dada stimmte der Zahlung der Geldstrafe zu, gab die Vorwürfe der SEC jedoch nicht zu. Vertreter des Unternehmens haben auf Anfragen nach Kommentaren nicht geantwortet.
Dada gab im Januar 2024 bekannt, dass bestimmte „verdächtige Verhaltensweisen“ untersucht werden, die Zweifel an den Einnahmen des Unternehmens aus Online-Werbe- und Marketingdiensten in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 aufkommen lassen könnten. Das Unternehmen schätzte damals, dass die Einnahmen möglicherweise überhöht waren. Der Aktienkurs von Dada brach aufgrund der Nachricht um 46 % ein.
Die Transaktionen beinhalteten nahezu identische Zahlungen und Auszahlungen von Geldern und hatten keine Substanz oder wurden nicht durch Geschäftsunterlagen gestützt, teilte die SEC am Freitag mit. Die SEC sagte, diese Transaktionen hätten Dada geholfen, seinen Nettoumsatz im zweiten und dritten Quartal des Geschäftsjahres 2023 um 8 % bzw. 9 % zu steigern.
JD.com privatisierte Dada im Juni 2025 und letzteres wurde eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von JD.com.
Die SEC sagte, dass die Agentur bei der Bewertung, wie eine Einigung erzielt werden könne, die Zusammenarbeit von Dada mit den Ermittlern und die Schritte berücksichtigt habe, die sie zur Lösung interner Probleme unternommen habe.
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