Zusammenfassung:
Um Autounfälle auf stark befahrenen Ausfallstraßen wirksam zu reduzieren und die Migrationskorridore für Wildtiere zu schützen, gaben das Colorado Department of Transportation und der Colorado Parks and Wildlife Service kürzlich gemeinsam bekannt, dass das größte Wildtierkreuzungsprojekt in Nordamerika offiziell abgeschlossen und in Betrieb genommen wurde.
Dieser riesige ökologische Korridor über die wichtigsten Verkehrsadern des Staates zielt darauf ab, die häufigen Wildtierkollisionen auf diesem Straßenabschnitt grundlegend zu reduzieren und die Verkehrssicherheit zu verbessern, indem der Personen- und Fahrzeugstrom von den Bewegungen wilder Tiere isoliert wird.

Colorados Bergstraßen sind seit langem ein natürlicher Migrationskorridor für große Wildtiere wie Rothirsche, Schwarzwedelhirsche und Berglöwen. Mit dem stetigen Anstieg des örtlichen Verkehrsaufkommens in den letzten Jahren ist die Unfallrate bei Zusammenstößen zwischen Fahrzeugen und Wildtieren weiterhin hoch, was nicht nur zu zahlreichen Todesfällen durch Wildtiere führte, sondern auch erhebliche Sicherheitsrisiken und enorme wirtschaftliche Verluste für vorbeifahrende Fahrer und Passagiere mit sich brachte. Die neu errichtete riesige Wildtierüberführung ist mehr als 100 Meter breit und das Brückendeck ist vollständig mit einheimischer Vegetation, Erde und Felsen bedeckt. Es simuliert optisch und ökologisch den natürlichen Bergrücken weitestgehend und ermöglicht es Wildtieren, die stark befahrene Autobahn darunter nahtlos und furchtlos zu überqueren.

Neben dem Hauptrahmen der Bogenbrücke, die die Autobahn überspannt, umfasst das ökologische Projekt auch kilometerlange hochfeste Leitzäune und unterirdische Entwässerungsdurchlässe. Leitzäune können wirksam verhindern, dass Wildtiere direkt auf die Hauptstraße gelangen, und sie auf sicheren Wegen zu Überführungen oder unterirdischen Durchlässen leiten, um die Straße zu überqueren. Projektüberwachungsdaten zeigen, dass ähnliche Isolationseinrichtungen, die zuvor in Pilotgebieten eingesetzt wurden, die Zahl der Autounfälle mit Wildtieren erfolgreich um fast 90 % reduziert haben, was den praktischen Wert dieser Infrastrukturlösung voll und ganz bestätigt.

Der Projektleiter sagte, dass die Fertigstellung dieser größten Wildtierüberführung in Nordamerika nicht nur ein Meilenstein bei der Integration von Umweltschutz und Verkehrssicherheit in Colorado sei, sondern auch ein Modell für andere Verkehrsadern an der Schnittstelle von Wildtierlebensräumen in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt sei. Mit dem natürlichen Wachstum der Vegetation auf der Oberfläche der Überführung und der Entwicklung wilder Tiergewohnheiten erwarten Ökologen, dass diese Anlage den genetischen Austausch von durch Autobahnen getrennten Wildtieren wirksam wiederherstellen und ein harmonischeres und symbiotischeres ökologisches Umfeld schaffen und gleichzeitig die Effizienz des Straßentransports gewährleisten wird.
Kommentare