Laut Nachrichten vom 23. September versuchte Indien britischen Medienberichten zufolge, Kontakt zum Mondlander und Mondrover aufzunehmen, erhielt jedoch bisher keine Signale.Am 2. September Ortszeit beendete der von der indischen Sonde „Chandrayaan-3“ getragene Mondrover „Prajyan“ seine Erkundungsmission und wechselte nach dem Abschalten der Nutzlast in den Schlafmodus.

Die Nachttemperaturen in der Nähe des Südpols des Mondes sinken normalerweise auf minus 200 bis minus 250 Grad Celsius, und Batterien sind nicht für den Betrieb oder die Lagerung bei solch extremen Temperaturen ausgelegt. Einige Experten wiesen darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Erwachens aufgrund des begrenzten Designniveaus des Mondrovers möglicherweise nicht hoch sei.

Auch die Indian Space Research Organization (ISRO) kündigte im Vorfeld an: „Ich hoffe, wir können den Mondrover aufwecken, sonst bleibt er für immer dort als ‚Mondbotschafter‘ Indiens.“

Indiens „Chandrayaan-3“ startete am 14. Juli mit einem Mondlander und einem Monderkundungsrover. Am 23. dieses Monats gelang der Landeeinheit „Chandrayaan-3“ eine sanfte Landung am Südpol des Mondes. Damit war Indien nach der Sowjetunion, den USA und China das vierte Land, das eine Sonde auf dem Mond landete.

Dies ist das dritte Mal, dass Indien eine Sonde startet, um auf dem Mond zu landen. Im Jahr 2008 startete Indien erfolgreich seine erste Mondsonde, „Chandrayaan-1“. Allerdings verlor „Chandrayaan-1“, dessen Betrieb ursprünglich für zwei Jahre geplant war, im August 2009 den Kontakt. Im Juli 2019 startete Indien die Sonde „Chandrayaan-2“. Im September desselben Jahres verlor sein Lander den Kontakt, als er versuchte, sanft auf der Mondoberfläche zu landen. Relevante Parteien gaben im November zu, dass der Lander abgestürzt sei.