Untersuchungen aus dem CMST2.0-Datensatz zufolge wird 2023 voraussichtlich das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen sein, wobei der Mai der heißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen sein wird. Während die globalen Temperaturen rekordverdächtige Höhen erreichen, erreicht die Klimakrise eine beispiellose Dringlichkeit und der Juli 2023 wird einen weiteren alarmierenden Meilenstein markieren.
Die Klimakrise verschärft sich und 2023 wird laut einer Studie, die den China Global Combined Surface Temperature Dataset 2.0 (CMST2.0) verwendet, voraussichtlich das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.
Eine neue Studie, die auf dem China Global Combined Surface Temperature Data Set 2.0 (CMST2.0) basiert und von Professor Li Qingxiang von der Sun Yat-sen-Universität geleitet wird, zeigt, dass 2023 voraussichtlich das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen sein wird. Li Qingxiang ist außerdem Forscher am Xinjiang-Institut für Ökologie und Geographie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.
Die Forschungsergebnisse wurden in der am 19. September erschienenen Fachzeitschrift „Advances in Atmospheric Sciences“ veröffentlicht.
CMST2.0-Datenanalyse und Zukunftsvorhersage
Forscher analysierten den CMST2.0-Datensatz und stellten fest, dass 2023 das drittwärmste erste Halbjahr seit Beginn der Aufzeichnungen ist, nur hinter 2016, dem heißesten, und 2020, dem zweitwärmsten. Die globalen mittleren Meeresoberflächentemperaturen (SST) stiegen im April auf Rekordhöhen, während die globalen mittleren Landtemperaturen diesem Beispiel folgten und im Juni ihren zweithöchsten Monatswert erreichten. Diese Kombination macht den Mai zum Monat mit den wärmsten globalen durchschnittlichen Oberflächentemperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen.
Beeinflusst durch Faktoren wie das El-Niño-Phänomen und ausgedehnte Waldbrände werden die globalen Temperaturen in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 weiter ansteigen. Im Juli erreichten sowohl die globale mittlere Meeres- als auch die globale mittlere Landtemperatur beispiellose Höchstwerte und übertrafen frühere Rekorde.
Professor Li sagte: „Angesichts des aktuellen El-Niño-Entwicklungsverlaufs und der kurzfristigen Prognoseergebnisse sowie der äußerst positiven Phase der Atlantischen Multidekadischen Oszillation, die sich stark auf die globalen Oberflächentemperaturen auswirkt, wird 2023 voraussichtlich das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen sein. Darüber hinaus dürften die globalen Oberflächentemperaturen im Jahr 2024 höher sein.“
Der vom Team von Professor Li entwickelte CMST2.0-Datensatz ist einer der bislang umfassendsten globalen Benchmark-Datensätze zur Oberflächentemperatur. Es berücksichtigt die Genauigkeit globaler und regionaler Klimaveränderungen und hebt das Niveau der globalen Temperaturüberwachung auf ein neues Niveau.
Der Datensatz integriert mehr als ein Jahrhundert globaler Land-Luft-Temperaturdaten und die weltweit fortschrittlichste Forschung und stellt eine wertvolle Ressource für Klimawissenschaftler und politische Entscheidungsträger dar. Basierend auf diesem Datensatz wies das Team als erstes darauf hin, dass die viel diskutierte „Pause der globalen Erwärmung“ im letzten Jahrzehnt nur ein statistisches Artefakt war. Im Jahr 2022 wurde der Datensatz um arktische Temperaturdaten erweitert und so seine globale Abdeckung weiter gestärkt.
Der CMST2.0-Datensatz ist auf der Global Climate Change Observation and Modeling Data Platform zur Nutzung durch die wissenschaftliche Gemeinschaft und die Öffentlichkeit frei verfügbar.
Mit der Beschleunigung der globalen Erwärmung steigt die Wahrscheinlichkeit extremer Wetterereignisse und Katastrophen. Die Forscher fordern daher eine sofortige und nachhaltige Anstrengung, um die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels abzumildern.