Die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) hat am Mittwoch dafür gestimmt, börsennotierte Unternehmen zu verpflichten, einen Teil ihrer Treibhausgasemissionen und die Risiken, denen sie durch den Klimawandel ausgesetzt sind, zu melden. Die Regel würde bestimmte Unternehmen dazu verpflichten, ihre Scope-1- und Scope-2-Emissionen oder Emissionen aus direktem Betrieb und Energieverbrauch zu melden, Scope-3-Emissionen oder indirekte Umweltverschmutzung, einschließlich Umweltverschmutzung in der gesamten Lieferkette oder bei der Nutzung ihrer Produkte oder Dienstleistungen durch Kunden, jedoch zu ignorieren.
Während die neuen Regeln nicht für privat geführte Unternehmen wie Start-ups gelten, schaffen sie Möglichkeiten für Unternehmen, die sich auf die Verfolgung, Bilanzierung und Verwaltung von CO2-Emissionen konzentrieren. Es gibt bereits viele Unternehmen, die Dienstleistungen für Unternehmen anbieten, die daran interessiert sind, ihren CO2-Fußabdruck zu ermitteln und zu reduzieren, und die neuen Regeln der SEC könnten Anreize für mehr Gründer schaffen, mitzumachen.
Die SEC begann erstmals im Jahr 2022 mit der Prüfung klimabezogener Offenlegungen und erhielt während des Regelsetzungsprozesses mehr als 24.000 Kommentare. Öffentliche Unternehmen, die der Zuständigkeit der Regulierungsbehörde unterliegen, sind über den Vorschlag geteilter Meinung.
Einige Unternehmen wie Amazon, Vanguard, Ralph Lauren und Chevron unterstützen die Offenlegung von Scope 3; Viele öffentliche und private Unternehmen erfassen diese Emissionen bereits freiwillig. Aber auch andere Unternehmen, darunter Walmart, Fidelity, Gap, Southwest Airlines und BlackRock, haben Einwände erhoben und argumentiert, dass Range 3 in manchen Fällen immer noch zu ungenau sei.
In den letzten Jahren haben viele Startups auf künstliche Intelligenz zurückgegriffen, um Scope-3-Bewertungen zu automatisieren und zu verbessern. Es wird erwartet, dass dieser Trend anhält.
Mit der Verabschiedung der neuen Regeln holt die SEC mit anderen großen Volkswirtschaften auf, darunter China und der Europäischen Union, die beide Meldepflichten für Treibhausgase haben. Obwohl die neuen Regeln im Vergleich zu den ursprünglichen Vorschlägen deutlich abgeschwächt sind, stellen sie dennoch einen neuen Ausgangspunkt dar: Angaben zu Emissionen und Klimarisiken werden für Investoren zu wichtigen Datenpunkten bei der Bewertung von Unternehmen.