Laut Reuters lehnte Richter Jeffrey White vom Northern District of California den Antrag von Apple auf Abweisung einer bundesstaatlichen Sammelklage im Zusammenhang mit Apple Pay teilweise ab. Drei Kreditgenossenschaften argumentierten, dass Apple gegen das Sherman Antitrust Act verstoßen habe, indem es überhöhte Gebühren erhoben und anderen digitalen Geldbörsen den Zugriff auf seine NFC-Scan-Hardware verweigert habe.

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Apple Online Store (China)

Der Richter stimmte mit der Kreditgenossenschaft darin überein, dass Peer-to-Peer-Zahlungen auf iOS einen Markt für sich darstellen, da QR-Code-Zahlungs-Apps wie Venmo den Komfort und die Funktionalität von Apple Pay vermissen lassen und die Kosten für die Umstellung auf Android zu hoch sind. Apple ist der einzige Player in einem bestimmten Markt. Ohne die kleinen Details des NFC-Lesegeräts gäbe es andere Konkurrenten auf dem Markt, sodass Apple nach Ansicht des Anwalts ein Monopolist ist.

Anwälte der Kreditgenossenschaft behaupteten außerdem, dass Apple Pay „unrechtmäßig gebündelt“ mit Apple-Telefonen, -Tablets und -Uhren sei. Richter White schloss sich auch dem Argument von Apple an, dass Apple Pay kostenlos sei und das Unternehmen die Leute nicht dazu zwingen werde, es zu nutzen, sodass Apples Behauptungen keinen Bestand hätten. Aber insgesamt schrieb der Richter, dass Apples Monopolargument „glaubwürdig“ sei.

Er stimmte zu, dass das Unternehmen „willkürliche und übertriebene Gebühren“ für die Zahlungsabwicklung erhebt, und schrieb, dass der mangelnde Wettbewerb auf dem iOS-Markt für digitale Zahlungen schädlich für die Verbraucher sei. Für Richter White klingt die Unfähigkeit von Drittanwendungen, auf NFC zuzugreifen, wettbewerbswidrig. In ihrer Vorabentscheidung im Jahr 2022 hielt die Europäische Union Apple Pay für wettbewerbswidrig, auch aufgrund der ausschließlichen Nutzung von iPhone-NFC-Lesegeräten durch Apple.

Der Prozess zwischen Apple und den drei Kreditgenossenschaften wird am 1. Dezember um 11 Uhr Pekinger Zeit fortgesetzt.