Ein Bericht der Agence France-Presse vom 26. September zeichnete laut dem Weißen Haus ein „beispielloses, sogar historisches“ Bild: In Michigan stand US-Präsident Biden am 26. September mit Autoarbeitern in Streikposten. Berichten zufolge hofft Biden, seine Unterstützung für diese beispiellose Streikbewegung zu zeigen, die die US-Autoindustrie erschüttert hat.
In dem Bericht wurde beschrieben, dass der US-Präsident einen Hut der United Auto Workers (UAW) trug und einen Lautsprecher in der Hand hielt, um zu Gewerkschaftsmitgliedern zu sprechen. Er erinnerte an die „Opfer“, die die Arbeiter während der Krise 2008 zur „Rettung der Automobilindustrie“ gebracht hätten. Er sagte, sie hätten nun eine „deutliche Gehaltserhöhung“ verdient.
Am 26. September hielt Biden einen Lautsprecher und sprach zu den Streikenden in der Streikpostenreihe. (AFP)
Berichten zufolge ist Biden der erste amtierende US-Präsident, der an der Streikpostenlinie steht.
Die Unterstützung von Präsident Joe Biden unterstreicht die enge Beziehung, die er im Laufe seiner Karriere in einem Arbeitskonflikt aufgebaut hat, bei dem die United Auto Workers gegen drei der größten Autohersteller des Landes antreten – General Motors Co., Ford Motor Co. und Stellantis Group.
Der Bericht ist der Ansicht, dass dies auch die Bedeutung Michigans unterstreicht. Der Demokrat, der eine Wiederwahl als Präsident anstrebt, könnte erneut gegen seinen Vorgänger Trump antreten.
Nach dem Ford-Werk reiste Biden zu einem Treffen mit Streikenden vor dem Stellantis-Werk im nahegelegenen Belleville, wo eine kleine Gruppe von Arbeitern auf ihn wartete.
„Es ist sehr wichtig, dass er öffentlich Stellung bezieht und seine Unterstützung für unsere Sache zeigt“, sagte der 66-jährige Arbeiter Curtis Cranford, der als republikanischer Wähler anwesend war.
Am 26. September stand Biden mit Gewerkschaftsmitgliedern in einem Autowerk in Belleville, Michigan. (AFP)
Biden reiste am Dienstag nach Michigan und stahl seinem republikanischen Rivalen Donald Trump das Rampenlicht. Trump plant, am Mittwoch in den Staat zu reisen, um Arbeiter vor Gericht zu bringen und darauf zu zählen, dass sie das Weiße Haus zurückerobern.
Berichten zufolge hat sich dieser ohnehin schon historische Streik dadurch zu einem politischen Schlachtfeld entwickelt.
Trump kündigte Pläne für den Besuch an, bevor Biden dies tat, was ihn dazu veranlasste, dem demokratischen Präsidenten vorzuwerfen, ihn zu plagiieren. Sein Berater Jason Miller sagte, Bidens Besuch sei „kaum mehr als ein erbärmliches Fotomotiv“ gewesen.
Auf die Frage, ob der Präsident der Vereinigten Staaten im Arbeitskonflikt Partei ergreife, vermied ein Sprecher des Weißen Hauses die Frage und betonte, Biden wolle vor allem eine „Win-Win“-Vereinbarung erzielen.