SpaceX hat den ersten StarShield-Auftrag der U.S. Space Force gewonnen. StarShield ist die Verteidigungsversion seines Satelliten-Internetdienstes Starlink. Ein Vertreter der Air Force sagte gegenüber Bloomberg, dass der Einjahresvertrag einen Wert von maximal 70 Millionen US-Dollar habe. Der Vertrag „sieht die Bereitstellung von StarShield-End-to-End-Diensten über die Starlink-Konstellation, Benutzerterminals, Zusatzgeräte, Netzwerkmanagement und andere damit verbundene Dienste vor“, sagte der Vertreter. Der Vertrag wurde am 1. September unterzeichnet.

SpaceX wird bis Ende dieses Monats 15 Millionen US-Dollar bereitstellen, und der Vertrag soll voraussichtlich mehr als 50 Missionspartner in allen Bereichen des US-Militärs unterstützen.

Satellitenkommunikationssysteme – und Starlink im Besonderen – gerieten in den ersten Monaten der russischen Invasion in der Ukraine ins Rampenlicht, als SpaceX den Dienst in der Ukraine startete und eine große Anzahl von Starlink-Terminals für die Nutzung durch Zivilisten und das ukrainische Militär auslieferte.

Doch die Rolle von „Starlink“ bei der Verteidigung der Ukraine wurde insbesondere von SpaceX-Chef Elon Musk selbst in Frage gestellt. Während Musk zunächst den Versand von Starlink-Terminals an das ukrainische Militär zu unterstützen schien, wurde später bekannt, dass Musk sich weigerte, den Dienst zu aktivieren, als die Ukraine dies im Vorfeld eines geplanten Angriffs auf die russische Marine beantragte.

Das im Dezember angekündigte StarShield soll viele Unklarheiten im Zusammenhang mit der Nutzung kommerzieller Dienste bei Kriegseinsätzen beseitigen. Bei der Ankündigung des StarShield-Programms stellte SpaceX auf seiner Website fest, dass der Dienst „die Starlink-Technologie und Startfähigkeiten von SpaceX nutzt, um nationale Sicherheitsbemühungen zu unterstützen“, machte jedoch keine weiteren Details.

Während SpaceX den neuen Vertrag nicht kommentiert hat, postete Musk auf X, dass Starlink und Starshield „die richtige Reihenfolge“ seien, um zivile bzw. Verteidigungskunden zu bedienen.

Die US Space Force hat ein ähnliches Interesse an der Verbesserung ihrer Satelliten-Internetfähigkeiten gezeigt. Starlink könnte für ihn besonders attraktiv sein, da es eine „Proliferations“-Architektur nutzt, die aus Tausenden (letztendlich Zehntausenden) Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn besteht. Da es so viele Ressourcen im Weltraum gibt und nicht nur eine kleine, aber leistungsstarke Anzahl von Satelliten, ist das gesamte System widerstandsfähiger gegenüber Gegnern.