Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen in den USA stellen neue Rekorde auf und ihr Anteil an den Neuwagenverkäufen wird in diesem Quartal voraussichtlich einen neuen Höchststand erreichen. Den Lagerbeständen der Händler zufolge scheint es jedoch ein Überangebotsproblem bei Elektrofahrzeugen zu geben. Cox Automotive hat letzte Woche seine US-Autoverkaufsprognose aktualisiert und schätzt, dass der Neuwagenabsatz in diesem Jahr etwa 15,4 Millionen Fahrzeuge betragen wird, mehr als die 14,2 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2022, aber nicht so gut wie die fast 17 Millionen Fahrzeuge vor der Epidemie. Unter ihnen wird das Verkaufsvolumen von Elektrofahrzeugen in diesem Quartal auf etwa 300.000 Einheiten geschätzt, was einer jährlichen Steigerung von 48 % entspricht und 8 % der Neuwagenverkäufe ausmacht, was einen Rekordwert darstellt.

Jedoch. Die aktuelle Lagerbestandszeit der Elektrofahrzeughändler beträgt etwa 97 Tage und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt von 57 Tagen bei herkömmlichen Fahrzeugen, was darauf hindeutet, dass die gesamte Branche zu viele Elektrofahrzeuge produziert hat.

Im August dieses Jahres stiegen die Elektrofahrzeugverkäufe von Ford (F-US) in den USA im Jahresvergleich um 6 %, während die Elektrofahrzeugverkäufe von Tesla (TSLA-US) in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 % stiegen. Produktionsverzögerungen sind ein Grund für das Wachstum von Ford, aber die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ist ein zwingenderes Thema.


Der Marktanteil von Tesla bei Elektrofahrzeugen liegt weit über dem anderer Autohersteller. (Foto: MarketWatch)

Cox Automotive schätzt, dass der Verkauf von Elektrofahrzeugen im dritten Quartal 23 % aller Neuwagenverkäufe in Kalifornien und 3 % in Michigan und Ohio (wo Ford und General Motors (GM-US) ihren Hauptsitz haben) ausmachen wird.

Beide Automobilhersteller verfügen über eine große Anzahl lokaler Montagewerke und Mitarbeiter, doch die Einheimischen sind nicht erpicht darauf, Elektrofahrzeuge zu kaufen, da kaltes Wetter die Reichweite von Elektrofahrzeugen um 20–25 % verringern kann. Die Lösung besteht darin, während des Ladevorgangs für eine Klimaanlage und Heizung im Innenraum zu sorgen.