Südkoreas „Kyonghyang Shimbun“ berichtete am 11., dass der weltweite Verkauf von Fahrzeugen mit neuer Energie, die Wasserstoff als Kraftstoff verwenden, von Januar bis Juli dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zurückgegangen sei. Am selben Tag veröffentlichte Daten des südkoreanischen Marktforschungsunternehmens SNE Research zeigten, dass in den ersten sieben Monaten dieses Jahres weltweit insgesamt 9.619 neue Wasserstofffahrzeuge verkauft wurden, was einem Rückgang von 9,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Vor allem in Südkorea, das zu den Spitzenreitern bei den weltweiten Verkäufen zählt, wurden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres nur 3.390 Fahrzeuge verkauft, ein Rückgang von 38,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Zahl kann im Vergleich zu den weltweiten Verkäufen von Elektrofahrzeugen im gleichen Zeitraum als unbedeutend bezeichnet werden.
Die Umfrage zeigt, dass im Gegensatz zum harten Wettbewerb auf dem Markt für Lithiumbatterie-Elektrofahrzeuge und den Preiskämpfen vieler Automobilhersteller die Verkäufe von Wasserstofffahrzeugen ein umgekehrtes Wachstum verzeichneten. Dieses Ergebnis ist größtenteils auf unzureichende unterstützende Einrichtungen, hohe Nutzungskosten und eine begrenzte Fahrzeugauswahl zurückzuführen. Sogar Hyundai Motor, der weltweit größte Verkäufer in dieser Kategorie, verzeichnete in den ersten sieben Monaten dieses Jahres einen Umsatzrückgang von 40 % seines Wasserstoff-Brennstoffzellenautos „NEXO“ und seines Busses „ElecCity“ im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das zweitplatzierte Toyota-Wasserstofffahrzeug verkaufte in den ersten sieben Monaten dieses Jahres nur 2.884 Einheiten.
Die südkoreanische Zeitung „Asia Today“ berichtete am 11., dass der weltweite Absatz von Elektrofahrzeugen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 40 % gestiegen sei. Der Absatz von Elektrofahrzeugen mit Wasserstoffantrieb belief sich jedoch auf weniger als 10.000 Einheiten, was die Außenwelt hinsichtlich der Aussichten für Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb pessimistisch erscheinen ließ. Einige Experten glauben, dass Südkorea und Japan mittlerweile weltweit führend bei Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb sind, doch dieser Weg wird in Zukunft vor großen Herausforderungen stehen. Der Stückpreis der in Südkorea hergestellten Wasserstofffahrzeuge beträgt mehr als 50 Millionen Won (ca. 274.500 Yuan). Auch wenn die Regierung Subventionen gewährt, sind ihre Preise bei den Verbrauchern nicht beliebt. Derzeit liegen die weltweiten Verkäufe von Elektrofahrzeugen bei über 10 Millionen, wobei China und die Vereinigten Staaten eine führende Rolle spielen. Der von Hyundai Motor im Juni dieses Jahres vorgestellte Entwicklungsplan sieht weiterhin Wasserstofffahrzeuge als Hauptentwicklungsrichtung vor, aber die Außenwelt ist diesbezüglich nicht optimistisch.
Einige Analysten glauben, dass die südkoreanische Automobilindustrie in Zukunft stärker unter Druck geraten wird, wenn sie sich nicht mehr auf den Bereich der Elektrofahrzeuge konzentriert. Einige Experten glauben, dass selbst wenn Hyundai Motor einen neuen Wasserstoffautomotor entwickelt, es mindestens fünf Jahre dauern wird, bis die vollständige Kommerzialisierung erreicht ist. Lee Hang-joo, Präsident des Korea Automotive Convergence Technology Institute, sagte, dass der Bau einer Wasserstoff-Ladestation etwa drei Milliarden Won an Geldern benötige, was für normale Unternehmen unerreichbar sei. Wenn die koreanische Regierung dies nicht fördert, wird es daher schwierig sein, die Verbreitung von Wasserstoffladeeinrichtungen zu erreichen. Li Hengjiu glaubt, dass wasserstoffbetriebene Fahrzeuge mangels unzureichender Infrastruktur wie Lademöglichkeiten scheitern werden, selbst wenn sie gefördert werden. Daher sollte Südkorea die strategische Ausrichtung der Automobilindustrie aus einer langfristigen Perspektive betrachten.