Stellantis und Samsung SDI gaben am Mittwoch Pläne bekannt, 3,2 Milliarden US-Dollar in eine neue Batteriefabrik für Elektrofahrzeuge in Kokomo, Indiana, zu investieren. Dies ist die sechste Batteriefabrik von Stellantis weltweit und die zweite in den Vereinigten Staaten. Die beiden Unternehmen haben ein Joint Venture namens StarPlus Energy gegründet und mit dem Bau der ersten Batteriefabrik in den Vereinigten Staaten, ebenfalls in Kokomo, begonnen.

Die zweite Anlage soll Anfang 2027 in Betrieb gehen und eine jährliche Produktionskapazität von 34 Gigawattstunden (GWh) haben. Die Unternehmen sagten, die Gesamtinvestition in die beiden Fabriken werde 6,3 Milliarden US-Dollar übersteigen und insgesamt 2.800 neue Arbeitsplätze schaffen.

Stellantis sagte, dass sich seine erste StarPlus Energy-Superfabrik bereits im Bau befindet und voraussichtlich im ersten Quartal 2025 eröffnet wird, mit einer jährlichen Produktionskapazität von 33 GWh.

Mark Stewart, Chief Operating Officer von Stellantis North America, sagte: „Das Batterie-Ökosystem ist die Grundlage unserer Elektrifizierungsstrategie, und die hervorragenden Partner Samsung SDI, der Bundesstaat Indiana und die Stadt Kokomo liefern überzeugende Argumente für unsere sechste Gigafactory in Kokomo. Die reinen Elektrofahrzeuge unserer nordamerikanischen Marke spielen eine wichtige Rolle in unserem Bestreben, saubere, sichere und erschwingliche Mobilität für alle zu bieten und bis 2038 CO2-neutral zu werden.“

Stellantis und Samsung SDI gaben im Juli Pläne zum Bau einer zweiten Batteriezelle bekannt, gaben jedoch weder den Standort noch andere Details bekannt. Die Ankündigung vom Mittwoch entspricht zwar den Erwartungen, kommt für Stellantis jedoch zu einem prekären Zeitpunkt, da das Unternehmen weiterhin mit streikenden Autoarbeitern verhandelt. Der UAW-Streik, von dem auch General Motors und Ford betroffen sind, geht in die vierte Woche.

Das Batteriewerk und die Tausenden von Arbeitern, die es voraussichtlich besetzen werden, stehen im Fokus der Gewerkschaft United Auto Workers, die davon ausgeht, dass die Autohersteller diese Niedriglohnjobs schaffen wollen.

Letzte Woche sicherte sich die von Shawn Fain geführte UAW ein großes Zugeständnis von General Motors, das sich bereit erklärte, künftige Arbeiten an Elektrofahrzeugbatterien in jedes neue nationale Abkommen aufzunehmen. Der Konzern strebt derzeit den gleichen Deal von Ford und Stellantis an – Autohersteller, die wie General Motors von Verbrennungsmotoren weg und hin zu Elektrofahrzeugportfolios wechseln.

Stellantis sagte, es hoffe, dass bis 2030 der Verkaufsanteil reiner Elektrofahrzeuge für europäische Pkw 100 % und der Verkaufsanteil reiner Elektrofahrzeuge für Pkw und leichte Lkw in den Vereinigten Staaten 50 % erreichen werde.