Die NASA-Raumsonde Lucy hat zum ersten Mal einen flüchtigen Blick auf den Asteroiden Dinkinesh geworfen. Im Laufe von zwei Monaten wird Lucy immer näher kommen und seine Systeme testen, bevor es am 1. November 2023 zu einem nahen Vorbeiflug kommt.

Die NASA-Raumsonde Lucy hat ein erstes Bild des Hauptgürtel-Asteroiden Dinkinesh aufgenommen, dem ersten von zehn Asteroiden, die sie über einen Zeitraum von zwölf Jahren untersuchen wird. Derzeit ist „Lucy“ 14 Millionen Meilen vom Asteroiden „Dinkinesh“ entfernt. Am 1. November 2023 wird es sich dem Asteroiden „Dinkinesh“ innerhalb von 265 Meilen nähern und diese Nahbegegnung nutzen, um sein System zu testen. (Bild der Raumsonde Lucy auf dem Trojanischen Asteroiden) Quelle: NASA

Der winzige Punkt, der sich vor einem Hintergrund aus Sternen bewegt, ist der Hauptgürtel-Asteroid Dinkinesh, der zum ersten Mal von der NASA-Raumsonde Lucy gesehen wurde, der erste von zehn Asteroiden, die die Raumsonde während ihrer 12-jährigen Erkundungsreise besuchen wird. Lucy hat diese beiden Bilder (unten) am 2. und 5. September 2023 aufgenommen. Das Bild links ist ein Flimmern zwischen den ersten beiden Bildern von Dinkinis. Im Bild rechts ist der Asteroid zur besseren Beobachtung eingekreist.


Die NASA-Raumsonde Lucy hat diese Bilder des Asteroiden Dinkinesh am 2. und 5. September 2023 aufgenommen. Bildquelle: NASA/Goddard/SwRI/JohnsHopkinsAPL

Vorgehensweise und Missionsziele

Lucy nahm diese Bilder aus einer Entfernung von 14 Millionen Meilen (etwa 23 Millionen Kilometer) vom Asteroiden auf, der nur eine halbe Meile (etwa 1 Kilometer) Durchmesser hat. In den nächsten zwei Monaten wird sich „Lucy“ weiter an „Dinkinesh“ annähern, bis sie am 1. November 2023 ihre größte Annäherung von 265 Meilen (425 Kilometern) erreicht. Das Lucy-Team wird die Begegnung nutzen, um Systeme und Verfahren der Raumsonde zu testen, wobei der Schwerpunkt auf dem Terminalverfolgungssystem der Raumsonde liegt, das den Asteroiden im Sichtfeld des Instruments halten soll, während die Raumsonde mit 10.000 Meilen pro Stunde (4,5 Kilometer pro Stunde) vorbeifliegt Sekunde).

In den nächsten Monaten wird Lucy den Asteroiden weiterhin im Rahmen seines optischen Navigationsprogramms fotografieren, das die scheinbare Position des Asteroiden vor einem Hintergrund aus Sternen verwendet, um die relativen Positionen von Lucy und Dinkinis zu bestimmen und so genaue Vorbeiflüge sicherzustellen. Während seiner langen Annäherung wird Dinkinesh ein ununterscheidbarer Lichtpunkt bleiben und erst am Tag der Begegnung beginnen, Oberflächendetails preiszugeben.

Sternbeobachtungen und Ausrüstung

Der hellste Stern in diesem Sichtfeld ist HD34258, ein Stern der Stärke 7,6 im Sternbild Auriga, der zu schwach ist, um von der Erde aus mit bloßem Auge gesehen zu werden. In dieser Entfernung hat „Dinkinesh“ nur die 19. Größe und ist damit etwa 150.000 Mal schwächer als dieser Stern. Auf der rechten Seite des Bildes ist Polaris zu sehen, der einen Durchmesser von etwa 74.500 Meilen (120.000 Kilometer) hat. Die Beobachtungen wurden mit Lucys hochauflösender Kamera, dem L'LORRI-Instrument (kurz für Lucy L Long Range Reconnaissance Imager), gemacht, das vom Johns Hopkins Applied Physics Laboratory in Laurel, Maryland, bereitgestellt wurde.

Team- und Agenturengagement

Lucys leitender Ermittler, Hal Levison, ist Mitarbeiter des Southwest Research Institute in Boulder, Colorado, mit Hauptsitz in San Antonio, Texas. Das Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, bietet umfassendes Missionsmanagement, Systemtechnik sowie Sicherheit und Missionssicherung. Die Lockheed Martin Aerospace Corporation in Littleton, Colorado, baute das Raumschiff. Lucy ist die 13. Mission des Discovery-Programms der NASA. Das Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville, Alabama, verwaltet Discovery für das Science Mission Directorate im NASA-Hauptquartier in Washington.