Die AirTags von Apple können eine Vielzahl von Tracking-Anforderungen erfüllen, von verlorenen Haustieren bis hin zu gestohlenem Gepäck. Während die Wahlkampfsaison beginnt, sehen wir einen weiteren Nutzen: Politiker nutzen Geotracker, um zu verhindern, dass ihre Rasenschilder über Nacht verschwinden, was offenbar ein häufiges Dilemma bei lokalen Wahlkämpfen ist.

Einige der Ergebnisse waren für die Täter, häufig politische Gegner, peinlich, führten aber auch zu einem wachsenden Konsens darüber, dass diese münzgroßen Tracker eine Gefahr für die Privatsphäre darstellen.

John Dittmore, ein Kandidat bei den republikanischen Vorwahlen der Brevard County Commission in Florida, kaufte einige AirTags, nachdem mehrere seiner Wahlkampfschilder verschwunden waren. Er ersetzte ein Schild durch ein Ortungsgerät und wartete dann eines Nachts drei Stunden lang auf das Eintreffen der Diebe. Ditmore ortete die AirTags schließlich einem etwa 13 Kilometer entfernt geparkten Pickup von zwei Teenagern und rief die Polizei. Die beiden Teenager wurden wegen Sachbeschädigung und schweren Diebstahls angeklagt, nachdem sie neun seiner Schilder gestohlen hatten.

In einem anderen Beispiel platzierte Vinny Panico, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Redington, New Jersey, AirTags auf Schildern, auf denen er einen Kandidaten kritisierte, der für den Vorsitz der örtlichen Demokratischen Partei des Landkreises kandidierte. Als eines der Schilder verschwand, verfolgte Panico das Signal zum Haus eines Redington Township-Beauftragten und verhaftete den Beauftragten, nachdem sechs Schilder bei ihm zu Hause gefunden worden waren.

Als Mike Lambridge zum ersten Mal für einen Sitz in der Stadtkommission in Fort Lauderdale, Florida, kandidierte, nutzte er einen Geotracker, um ein verlorenes Schild zu einem in der Einfahrt seines Gegners geparkten Auto zu orten.

Die Vorfälle haben die Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre von münzgroßen Tags verstärkt, insbesondere da diese zu einem beliebten Werkzeug für Stalker und Täter geworden sind.