Huaweis Mate60-Telefonserie sorgte für Schlagzeilen, weil die neuen Geräte über den Kirin 9000s-Chip verfügen. Trotz US-Sanktionen gelang es Huawei, sein neuestes Mate-Telefon mit einem in China hergestellten 5G-fähigen Chipsatz auszustatten, was große Aufmerksamkeit erregte. Bei einigen Teardowns wurden weitere Komponenten entdeckt, auf die Huawei im Rahmen der aktuellen Sanktionen keinen Zugriff hat, beispielsweise der SKHynix-Speicher.
Im jüngsten Bericht von Reuters heißt es, dass die Biden-Regierung derzeit versucht, eine neue Runde von Sanktionen zu verhängen, um den Export von Chips nach China zu verhindern, die zuvor nicht auf der schwarzen Liste standen.
Der Bericht zitierte einen ungenannten US-Beamten mit den Worten, dass Chips für künstliche Intelligenz das Hauptziel der neuen Sanktionsrunde sein werden. Neue Berichte behaupten, dass die Vereinigten Staaten eine neue Runde von Chip-Verboten auf der Grundlage technischer Parameter einführen und den Export weiterer Chips für künstliche Intelligenz nach China verbieten werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass Chips, die in Geräten der Unterhaltungselektronik verwendet werden, nicht von den neuen Beschränkungen betroffen sein werden, US-amerikanische Halbleiterhersteller jedoch verpflichtet sein werden, das US-Handelsministerium zu benachrichtigen, wenn sie ihre anspruchsvollsten Produktbestellungen bei chinesischen Unternehmen aufgeben. Das US-Handelsministerium wird dann im Einzelfall prüfen, ob Chip-Exporte eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen. Die Vereinigten Staaten hoffen außerdem, einen neuen „Leistungsdichteparameter“ für Chipexporte festzulegen, um zukünftige Änderungen bei Chipexporten nach China zu verhindern.