Die japanische Kartellbehörde hat eine Untersuchung darüber eingeleitet, ob Google seine Marktposition missbraucht hat, um konkurrierende Dienste zu blockieren, da die Geschäftspraktiken des Internetführers weltweit einer verstärkten Prüfung unterliegen. Ein Beamter der Japan Fair Trade Commission sagte, die Kommission habe mit der Untersuchung von Vorwürfen begonnen, dass Google möglicherweise gegen Kartellgesetze verstoßen habe, und bestätigte damit frühere Berichte.
Der Beamte fügte hinzu, dass das Komitee beabsichtige, Informationen und Beiträge der Öffentlichkeit zu dieser Angelegenheit einzuholen. Berichten zufolge will das Komitee untersuchen, ob Google zu Unrecht von Smartphone-Herstellern verlangt, den Suchdiensten von Google auf Mobiltelefonen Vorrang einzuräumen.
Der Schritt erfolgt, nachdem die Vereinigten Staaten eine Kartellklage gegen den weltweit führenden Suchanbieter eingereicht haben. US-Bundesaufsichtsbehörden werfen Google vor, seine marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen, um Start-ups und größere Konkurrenten wie Microsoft zu behindern – ein zentrales Argument im größten Technologie-Kartellverfahren seit dem Fall gegen Microsoft in den 1990er Jahren.
Hochkarätige Führungskräfte, darunter Microsoft-CEO Satya Nadella und Eddy Cue von Apple Inc., haben bereits im Prozess ausgesagt, dessen Ausgang erst im nächsten Jahr erwartet wird. Es wird erwartet, dass Google-Chef Sundar Pichai in den kommenden Wochen aussagt.
Ein Google-Vertreter in Japan reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.