Das in Singapur ansässige Unternehmen Qosmosys hat 100 Millionen US-Dollar an Startkapital für die Entwicklung der Mondlandetechnologie gesammelt. Das Unternehmen gab seine Investoren nicht bekannt und in einer auf seiner Website veröffentlichten Pressemitteilung sagte das Startup lediglich, dass es ein „einzigartiges Schutzfinanzierungsmodell“ verwende.
„Die Struktur heißt ein begrenztes Investorenkonsortium willkommen, wahrt die Interessen aller Beteiligten und plant, spätestens 2028 einen Börsengang durchzuführen“, heißt es in der Pressemitteilung.
Das Unternehmen will die Raumsonde ZeusX in nur vier Jahren zum Mond schicken, mit einer zweiten Mission im Jahr 2029. Die Raumsonde wird aus drei Modulen bestehen: einem Servicemodul, einem Mondlander und einem „mondintegrierten Extraktionsrover mit großer Kapazität“, der Mondressourcen fördern wird. Dies erklärt die enorme Größe des Raumfahrzeugs: Mit einer Höhe von 8 Metern und einem Durchmesser von 4,2 Metern ist es größer als ähnliche Lander wie BlueGhost von Firefly, Nova-C von IntuitiveMachines und Peregrine von Astrobotic.
Obwohl Qosmosys im Februar bekannt gab, dass es eine Partnerschaft mit Airbus Defence and Space eingegangen sei, um technische Design- und Ingenieurdienstleistungen für das ZeusX-Konzept bereitzustellen, gibt es nicht viele Informationen über die erste Mission. Wenn alles nach Plan verläuft, kann die Raumsonde 500 Kilogramm in die Mondumlaufbahn und 800 Kilogramm auf die Mondoberfläche befördern.
Das Startup unter der Leitung des Luft- und Raumfahrtmanagers François Dubrulle hat seinen Hauptsitz in Singapur, verfügt aber über zwei Tochtergesellschaften in Houston, Texas, und Toulouse, Frankreich. Laut Qosmosys ist der Mondbergbau, insbesondere der Abbau von Grundmineralien wie Helium-3, ein zentraler Bestandteil seines Geschäftsmodells.