Typischerweise dauern Fast Radio Bursts (FRBs) nur eine Tausendstelsekunde. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Wissenschaftlern der Universität Amsterdam in den Niederlanden berichtete, dass sie neue FRBs entdeckt haben, die jeweils nur eine Millionstel Sekunde (1 Mikrosekunde) dauern und damit die kürzeste „Lebensdauer“ von FRBs darstellen, die jemals beobachtet wurde. Der entsprechende Artikel wurde in der neuesten Ausgabe des Magazins „Nature Astronomy“ veröffentlicht.

Seit 2007 überwachen Astronomen den Himmel auf FRBs und erforschen deren Quellen. Eine mögliche Quelle ist ein Magnetar, eine Art supermagnetischer toter Stern.

In der neuesten Forschung haben Wissenschaftler FRBs entdeckt, die nur eine Millionstelsekunde dauern. Die neueste Entdeckung dieser ultrakurzen Pulse stammt von FRB20121102A, einer bekannten FRB-Quelle etwa 3 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. Wissenschaftler hatten diese Impulse bei früheren Suchen nicht gefunden, weil die Beobachtungen nicht schnell genug waren.

Mark Sneldes, Astronom an der Universität Amsterdam und Hauptautor der neuesten Studie, sagte, dass Forscher Daten brauchten, die Veränderungen in Zeitskalen von einer Millionstelsekunde verfolgen könnten, also verwendeten sie die vom Green Bank Telescope gesammelten Daten, um diese „Fische, die durch das Netz gerutscht sind“ zu entdecken.

Das Forschungsteam sagte, dass FRBs, wenn sie sich im Weltraum ausbreiten, eine einzigartige Kurve annehmen: Einige Frequenzen erreichen zuerst die Erde, während andere Frequenzen die Erde erreichen, nachdem sie durch Gas und Staub blockiert wurden. Diese Informationen können Wissenschaftlern dabei helfen, alle schwer zu erkennenden Dinge zwischen Sternen und Galaxien zu kartieren, sodass Astronomen besser verstehen können, wie Galaxien Gas aus dem Universum sammeln. Mikrosekunden-FRBs könnten ein genaueres interstellares Kartierungswerkzeug sein als längere FRBs, und das Team hofft, in Zukunft mehr dieser Mikrosekunden-FRBs zu entdecken.