Das Finale der 29. LG Cup World Go Championship leitete das entscheidende Spiel ein. Als der chinesische Schachspieler Ke Jie gegen Schwarz spielte und der koreanische Schachspieler Byun Sang-il den 159. Zug erreichte, kam der Schiedsrichter und forderte eine Auszeit mit der Begründung, dass die Züge von Ke Jie gegen die Regeln verstießen. Anschließend wurde das Spiel geschlossen und unterbrochen. Ke Jie glaubte, dass der Zeitpunkt der Durchsetzung durch den Schiedsrichter unangemessen war, protestierte vor Ort und forderte ein Rückspiel, doch die koreanische Mannschaft bestand darauf, zwei schwarze Figuren zu bestrafen und das Spiel fortzusetzen.
Am Ende zog sich Ke Jie aus dem Wettbewerb zurück und verpasste das Preisgeld von 200 Millionen gewonnenen Gewinnen. Der chinesische Go-Verband antwortete, dass er das Ergebnis des dritten Spiels dieses LG Cups nicht akzeptiere.
Zum südkoreanischen Elfmeter erklärte Go-Champion Nie Weiping öffentlich: „Dieses LG-Cup-Finale ist eine Tragödie für die Go-Welt. So etwas ist seit so vielen Jahren nicht mehr passiert. Ke Jie tut mir sehr leid. Südkorea hätte es besser machen sollen! Ke Jies Rückzug war gewalttätig! Es hat viel Mühe gekostet, von der Qualifikation bis zum Finale zu gelangen. Südkorea respektiert die Arbeit der Spieler nicht.“
Darüber hinaus beklagten sich auch viele Schachspieler öffentlich darüber, dass der koreanische Schiedsrichter dieses Mal zu zwielichtig sei.