Die Europäische Union, die versucht, einen Handelskonflikt mit US-Präsident Donald Trump zu vermeiden, sagte, sie habe keine konkreten Vorschläge zur Senkung der Zölle auf importierte US-Autos gemacht. „Jede Zollsenkung muss für beide Seiten von Vorteil sein und in einem fairen und regelbasierten Rahmen ausgehandelt werden“, sagte die Europäische Kommission am Dienstag in einer Erklärung.

Die Europäische Union verstärkt ihre Bemühungen, einen Zollstreit mit Trump zu vermeiden. Trump hat erklärt, dass er die Erhebung gegenseitiger Zölle auf Handelspartner auf der ganzen Welt plant, und nannte die Mehrwertsteuer der Europäischen Union als Beispiel dafür, was die USA anstreben wollen.

Als Trump letzte Woche gegenseitige Zölle ankündigte, sagte er, die EU habe die Autozölle bereits gesenkt. Obwohl die EU erklärte, dass dies nicht der Fall sei, zeigten Trumps Äußerungen, dass diese Steuerfragen auf seiner Agenda stehen.

Darüber hinaus kündigte Trump einen Zoll von 25 % auf importierten Stahl und Aluminium an und schlug eine Erhöhung der Zölle auf Autos vor – ein Schritt, der insbesondere deutsche Autohersteller treffen würde.

EU-Handelschef Maros Sefcovic wird nach Washington reisen und sich am Mittwochnachmittag mit Trumps Kandidaten für den US-Handelsminister Howard Lutnick, dem Kandidaten für den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer und Trumps Chefwirtschaftsberater Kevin Hassett treffen. Olof Gill, Sprecher der Europäischen Kommission, bestätigte das Treffen.

Trump hat die EU aufgefordert, die Zölle auf amerikanische Autos zu senken, die derzeit bei 10 % liegen, verglichen mit dem US-Zollniveau von 2,5 %. Allerdings würde ein solcher Schritt die EU dazu zwingen, die Zölle für alle Mitglieder der Welthandelsorganisation zu senken.