Die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und 15 weitere Länder haben globale Richtlinien herausgegeben, um Modelle der künstlichen Intelligenz vor Manipulationen zu schützen, und fordern Unternehmen auf, ihre Modelle „sicher durch Design“ zu machen. Am 26. November veröffentlichten die 18 Länder ein 20-seitiges Dokument, in dem dargelegt wird, wie Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz mit ihren Cybersicherheitsproblemen umgehen sollten, wenn sie Modelle für künstliche Intelligenz entwickeln oder verwenden, da sie behaupteten, dass „Sicherheit in dieser schnelllebigen Branche oft zweitrangig ist“.
Die Richtlinien enthalten hauptsächlich allgemeine Empfehlungen, wie z. B. eine strenge Kontrolle der Infrastruktur von KI-Modellen, die Überwachung von Modellen vor und nach ihrer Veröffentlichung sowie die Schulung von Mitarbeitern zu Cybersicherheitsrisiken.
Bestimmte kontroverse Themen im Bereich der künstlichen Intelligenz werden jedoch nicht erwähnt, darunter mögliche Kontrollen der Verwendung von bildgenerierenden Modellen, Deepfakes oder Datenerfassungsmethoden und deren Verwendung in Trainingsmodellen – ein Thema, bei dem mehrere Unternehmen der künstlichen Intelligenz wegen Urheberrechtsverletzung verklagt wurden.
Der Minister des US-Heimatschutzministeriums, Alejandro Mayorkas, sagte in einer Erklärung: „Wir befinden uns an einem Wendepunkt in der Entwicklung der künstlichen Intelligenz, die möglicherweise die einflussreichste Technologie unserer Zeit ist. „Cybersicherheit ist der Schlüssel zum Aufbau sicherer, zuverlässiger und vertrauenswürdiger künstlicher Intelligenzsysteme.“
Die Richtlinien folgen anderen Initiativen von Regierung zu Regierung, um sich zum Thema KI zu äußern, einschließlich eines KI-Sicherheitsgipfels, der Anfang dieses Monats von Regierungen und KI-Unternehmen in London abgehalten wurde, um Vereinbarungen zur KI-Entwicklung zu koordinieren.
Unterdessen arbeitet die Europäische Union an den Einzelheiten ihres Gesetzesentwurfs zur künstlichen Intelligenz, der die Aufsicht über diesen Bereich gewährleisten soll, und US-Präsident Joe Biden erließ im Oktober eine Durchführungsverordnung, in der Standards für die KI-Sicherheit festgelegt wurden – obwohl beide Anordnungen von der KI-Industrie abgelehnt wurden, die behauptete, sie könnten Innovationen unterdrücken.
Weitere Mitunterzeichner der neuen „Safe by Design“-Richtlinien sind Kanada, Frankreich, Deutschland, Israel, Italien, Japan, Neuseeland, Nigeria, Norwegen, Südkorea und Singapur. Auch Unternehmen der künstlichen Intelligenz, darunter OpenAI, Microsoft, Google, Anthropic und ScaleAI, trugen zur Entwicklung der Richtlinien bei.