Die Universität Peking gab bekannt, dass ihre Fakultät für Archäologie und Museologie mit dem Institut für Kulturrelikte und Archäologie der Provinz Shandong zusammengearbeitet habe, um die Existenz einer prähistorischen matriarchalen Gesellschaft zu bestätigen.Das Forscherteam veröffentlichte seine Ergebnisse in der internationalen Fachzeitschrift Nature, die vor 4.750 Jahren erstmals anhand molekulargenetischer Beweise die Existenz einer sozialen Form bestehend aus zwei matrilinearen Clans am Fujia-Standort in Guangrao, Shandong, bestätigte.

Die Fu Family Site befindet sich in der Provinz Shandong. Es ist ein Ort der mittleren und späten Dawenkou-Kultur mit einer Gesamtfläche von 370.000 Quadratmetern. Im Jahr 2006 wurde es als wichtige nationale Einheit zum Schutz kultureller Relikte aufgeführt. Nach drei archäologischen Ausgrabungen wurden zwei unabhängige Grabgruppen im Norden und Süden entdeckt.

Die antike DNA-Technologie eröffnet neue Wege für die Erforschung der prähistorischen GesellschaftDie bisherigen genetischen Hinweise auf die matrilineare Gesellschaft lassen sich jedoch nur bis in die europäische Eisenzeit zurückverfolgen. Das Forschungsteam der Universität Peking nutzte die alte DNA-Multi-Omics-Technologie, um die genetische Struktur der Population der Fu-Familie genau zu interpretieren.

Aus der Sicht des genetischen Mechanismus enthält die menschliche DNA mitochondriale DNA und Kern-DNA, und ihre genetischen Eigenschaften können als Kriterien für die Beurteilung sozialer Formen verwendet werden.Alle Individuen auf dem nördlichen Friedhof der Familie Fu haben denselben mitochondrialen Haplotyp, ebenso wie 95,65 % der Individuen auf dem südlichen Friedhof. Darüber hinaus sind die Y-Chromosomen-Haplotypen unterschiedlich verteilt und weisen keine väterlichen Vererbungsmerkmale auf.

Darüber hinaus bestätigte die Zweitbestattung von Personen auch die matrilinearen Bestattungsregeln und die Identität. Bayesianische Modelle zeigten, dass der Friedhof etwa 250 Jahre lang genutzt wurde und die matrilineare Linie mindestens 10 Generationen lang fortbestand.

Alte DNA, Isotopenerkennung und andere Technologien haben ebenfalls das Erscheinungsbild der matrilinearen Gesellschaft wiederhergestellt.Die Fu-Familiengruppe sollte über ein matrilineares Exogamiesystem verfügen. Die Vorfahren der nördlichen und südlichen Bezirke leben seit langem in Mischehen zusammen, und es besteht männliche Mobilität.

Moderne anthropologische Beobachtungen haben ergeben, dass matriarchalische Gesellschaften oft eine Gesellschaftsform mit begrenzten vererbbaren Ressourcen und geringer Anhäufung von persönlichem Eigentum darstellen. Dies wird auch durch die Ruinen der Familie Fu bestätigt.

Die Universität Peking erklärte, dass diese multidisziplinäre Zusammenarbeit eine vollständige Beweiskette zum Nachweis der Existenz des matrilinearen Clans der Fu-Familie darstelle und eine erfolgreiche Praxis der abteilungs- und disziplinübergreifenden Zusammenarbeit sei.