Einem Bericht zufolge könnte Chase als Nächstes für Apple Card in Frage kommen, da die Bank aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit dem iPhone-Hersteller offenbar der perfekte Nachfolger von Goldman Sachs ist, um Apple in Zukunft möglicherweise kreditbasierte Dienstleistungen anzubieten. Goldman Sachs steht kurz davor, sich innerhalb von ein bis zwei Jahren aus den Reihen der AppleCard-Partner zurückzuziehen, und Apple muss ein anderes potenzielles Finanzinstitut finden, das beim Betrieb dieses Dienstes hilft. Das Endergebnis der Suche könnte Chase sein.

Mark Gurman schrieb am Sonntag im Bloomberg-Newsletter „PowerOn“, dass Chase bereits eine „bedeutende Beziehung“ zu Apple unterhalte und unter anderem einen Teil des Barvermögens von Apple in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar besitze. Chase ist auch einer der ersten Partner von Apple Pay und hat mit Apple zusammengearbeitet, um das Ultimate Rewards-Programm zu starten, das Rabatte auf Apple-Produkte bietet.

Chase ist außerdem einer der größten Kreditkartenpartner von Apple und ermöglicht Transaktionen im Apple Store, online und im App Store.

Darüber hinaus nutzt die Kreditkarte von Chase bereits das Mastercard-Netzwerk, was ebenfalls ein Vorteil ist. Durch die Partnerschaft mit Chase fallen für Apple keine zusätzlichen Kosten an, wenn die Plattform auf Visa oder American Express umgestellt wird.

Diese Änderung könnte auch AppleCash zugute kommen, da die GreenDotBank Schwierigkeiten und Zuverlässigkeitsprobleme hatte. Im Gegensatz dazu funktioniert das robuste Debitkartennetzwerk von Chase mit Apple Cash und bietet den Komfort der Nutzung eines Netzwerks von Geldautomaten.

Die Ausnahme bildet das Hochzinskonto AppleSaving, das einen effektiven Jahreszins von 4,15 % bietet, was viel höher ist als bei jedem von Chase angebotenen Sparkonto. Obwohl es bei der Zusammenarbeit mit Chase potenzielle Probleme gibt, ist es dennoch möglich, Kontoeinlagen an andere Banken zu verlagern und Chase andere AppleCard-bezogene Angelegenheiten erledigen zu lassen.