Eine neue Studie verbindet eine historische Hitzewelle im Juni in Nordchina mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel und verdeutlicht die erheblichen Auswirkungen von Hitzewellen auf die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft. Die Forschung wurde von Cheng Qian geleitet, der sich für globale Strategien zur thermischen Anpassung und Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels einsetzt. Im Juni dieses Jahres erreichten die Temperaturen in Nordchina Rekordhöhen, wobei die Temperaturen in Peking an drei aufeinanderfolgenden Tagen 40 °C (104 °F) erreichten oder überstiegen.

Eine bahnbrechende Studie, die in Environmental Research Letters veröffentlicht wurde, untersuchte die rekordverdächtige Hitzewelle im Juni in Nordchina, bei der die Temperaturen in Peking an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 40 °C lagen. Die Studie verwendete empirische und modellbasierte Ansätze, um Hitzewellen mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel in Verbindung zu bringen.

Die Intensität solcher Ereignisse hat durch den vom Menschen verursachten Klimawandel um mindestens 1,0 °C zugenommen.

Selbst unter dem vorgeschlagenen CO2-Neutralitätsziel wären ähnliche Hitzewellen doppelt so wahrscheinlich und 0,5 °C intensiver.

Aktuelle Emissionsszenarien würden die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Hitzewelle in diesem Jahrhundert auf mehr als das Fünffache erhöhen, mit einem Intensitätsanstieg von 2,9 °C.

Im Juni dieses Jahres erlebte Nordchina eine rekordverdächtige Hitzewelle, wobei die Temperaturen in Peking zum ersten Mal an drei aufeinanderfolgenden Tagen 40 °C (104 °F) erreichten oder überstiegen. Am 7. Dezember veröffentlichte die Zeitschrift Environmental Research Letters von IOP Publishing einen neuen Artikel, der untersucht, inwieweit solche extremen Hitzewellenereignisse auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen sind und wie häufig und intensiv solche schweren Hitzewellenereignisse in der Zukunft sein werden.

Die Studie wurde von Cheng Qian vom Institut für Atmosphärenphysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking geleitet und war Teil eines internationalen Konsortiums von Forschungsgruppen. Ihre Arbeit nutzte zwei wahrscheinlichkeitsbasierte Attributionsmethoden, einen beobachtungsbasierten empirischen Ansatz und einen gekoppelten Modellansatz, die beide niedrige CO2-Emissionen, CO2-neutrale Szenarien und mittlere CO2-Emissionsszenarien verwendeten.

Qian Yingyi, Professor für Atmosphärenwissenschaften, sagte: „Diese Studie ist der erste Versuch, in China einen Echtzeit-Schnellattributionsdienst einzurichten, um Risikoinformationen zum Klimawandel für die Entscheidungsfindung bereitzustellen. Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Emissionsmaßnahmen zu ändern und zu reduzieren, um die Folgen extremer Hitzewellen zu bewältigen.“

„Eine schnelle Attributionsanalyse ermöglicht es der Öffentlichkeit auch, den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Unwettern, die sie kürzlich erlebt hat, zu verstehen. Analysen wie diese können das Bewusstsein schärfen und die Beteiligung an Klimaschutzmaßnahmen fördern, um die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren und zur Erreichung der CO2-Neutralität beizutragen. Acht Tage nach dem Ereignis am 3. Juli haben wir die Attributionsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.“

Hitzewellenereignisse zeichnen sich durch ihre Intensität und Länge in jeder geografischen Region aus, und das Hitzewellenereignis im Juni hatte negative Auswirkungen auf Verkehr, öffentliche Gesundheit, Energieversorgung, landwirtschaftliche Entwicklung und Wirtschaftswachstum.

Professor Huang Cunrui, Co-Autor des Papiers und der Vanke School of Public Health der Tsinghua-Universität, fügte hinzu: „Unsere Arbeit hat wichtige Auswirkungen nicht nur auf Nordchina, sondern auch auf die Welt. Länder müssen eine Reihe wirksamer Interventionen umsetzen, um die durch den Klimawandel verursachten Risiken für die öffentliche Gesundheit zu bewältigen, einschließlich der Entwicklung von Hochtemperatur-Anpassungsplänen durch Regierungsbehörden und der Einrichtung von Hochtemperatur-Gesundheitsfrühwarnsystemen.“

Referenz „Schnelle Zuordnung und zukünftige Risiken des rekordverdächtigen Hitzewellenereignisses in Nordchina im Juni 2023“, Autor: Qian Cheng, Ye Yangbo, Jiang Jiacheng, Zhong Yanyang, Zhang Yuting, Izidine Pinto, Huang Cunrui, Li Sihan, Wei Ke, 7. Dezember 2023, „Environmental Research Express“.

DOI:10.1088/1748-9326/ad0dd9

Zusammengestellte Quelle: ScitechDaily