Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen stehen mehrere chinesische Banken kurz vor einer Einigung über die Bereitstellung von Konsortialkrediten, um Boyu Investment beim Erwerb von 60 % des Einzelhandelsgeschäfts von Starbucks China zu unterstützen. Ausländische Banken haben bei dieser Transaktion die Möglichkeit verloren, sich am Kredit zu beteiligen.

Sie sagten, dass die Ping An Bank, die Industrial Bank und die China Minsheng Bank mit Boyu Capital über einen siebenjährigen Konsortialkredit in Höhe von rund 1,4 Milliarden US-Dollar verhandeln. Sie sagten auch, dass spezifische Bedingungen noch verhandelt würden und die Liste der teilnehmenden Banken noch nicht endgültig sei. Das Darlehen wird von Boyu Investment zur Finanzierung der Übernahme sowie als Betriebskapital für neue Joint Ventures und zur Deckung des Expansionsbedarfs verwendet.
Starbucks stimmte diese Woche zu, eine Mehrheitsbeteiligung an seinem China-Geschäft für einen Unternehmenswert von 4 Milliarden US-Dollar an Boyu zu verkaufen, um die schleppenden Geschäfte der Kaffeekette dort zu verbessern.
Der fehlende Zugang ausländischer Banken zu aktuellen Finanzierungstransaktionen verdeutlicht die derzeitige Dominanz chinesischer Banken bei der Finanzierung großer inländischer M&A-Transaktionen.
Mit der Angelegenheit vertraute Personen enthüllten außerdem, dass die China Merchants Bank, die zuvor von Marktteilnehmern als die aussichtsreichste angesehen wurde, ebenfalls gescheitert sei, weil die Bank bei dieser Transaktion ein anderes Bieterunternehmen unterstützt habe. Der Wettbewerb um Konsortialkredite in China wird immer härter und die Teilnahme an hochkarätigen Transaktionen wird immer strategischer.
Boyu, Starbucks, Ping An Bank, Industrial Bank, Minsheng Bank und China Merchants Bank reagierten nicht sofort auf Anfragen nach Kommentaren.
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