TikTok, eine soziale Anwendung, die sich einst auf benutzergenerierte Inhalte konzentrierte, kündigte an, dass sie eine neue Option zur Anpassung der Menge an KI-generierten Inhalten (AIGC) auf der Seite „Für Sie empfohlen“ einführen wird. Nutzer können nun entscheiden, wie viele KI-generierte Inhalte sie im Empfehlungsstream sehen. Gleichzeitig hat TikTok auch eine intelligentere KI-Technologie zur Annotation von Inhalten eingeführt.

Die neue AIGC-Tuning-Funktion ist in das In-App-Tool „Topic Management“ integriert. Über dieses Tool können Benutzer nicht nur interessante Inhaltsthemen wie Tanz, Sport, Essen usw. auswählen, sondern jetzt auch die Häufigkeit personalisierter Pushs für KI-generierte Inhalte anpassen. Verantwortliche von TikTok gaben an, dass diese Einstellung den Benutzern helfen soll, ihr Inhaltserlebnis zu bereichern und zu optimieren, ohne bestimmte Arten von Inhalten vollständig zu löschen oder zu ersetzen.
In den letzten Jahren haben Unternehmen wie OpenAI und Meta Plattformen für KI-Inhalte bereitgestellt. Meta startete im September dieses Jahres einen Empfehlungsstream für kurze Video-KI-Inhalte mit dem Namen „Vibes“, und OpenAI veröffentlichte außerdem die „Sora“-Plattform, die sich auf die Erstellung und Weitergabe von KI-Kurzvideos konzentriert. Seit dem Start von Sora ist auf TikTok eine große Anzahl realistischer KI-generierter Videos entstanden, und viele Nutzer haben KI-Tools auch genutzt, um visuelle Inhalte zu Themen wie Geschichte und Unterhaltung zu produzieren.
TikTok wies darauf hin, dass mit dieser neuen Steuerung Nutzer, die KI-Inhalte mögen, relevantere Inhalte sehen können, während Nutzer, die KI-Elemente reduzieren möchten, auch die Push-Rate entsprechend senken können. Benutzer können in den Einstellungen „Inhaltseinstellungen“ auswählen, die Schnittstelle „Themenverwaltung“ aufrufen und das Push-Verhältnis verschiedener Themen wie KI-generierter Inhalte über den Schieberegler anpassen. Diese Funktion wird in den kommenden Wochen für alle Benutzer bereitgestellt.
Darüber hinaus testet TikTok jetzt eine „unsichtbare Wasserzeichen“-Technologie, um die Genauigkeit der KI-Inhaltsanmerkung zu verbessern. TikTok hat von den Erstellern zuvor verlangt, realistische KI-generierte Inhalte zu kennzeichnen und die von C2PA gemeinsam entwickelte „Content Voucher“-Technologie zu verwenden, um KI-Inhaltsinformationen in Metadaten einzubetten. TikTok wies jedoch darauf hin, dass die entsprechenden Tags möglicherweise verloren gehen, sobald der Inhalt erneut hochgeladen oder auf anderen Plattformen bearbeitet wird.
Das „unsichtbare Wasserzeichen“ wird nur von TikTok erkannt und lässt sich äußerlich nur schwer entfernen. In Zukunft wird TikTok diese Art von Wasserzeichen in Inhalte einbetten, die von seinen KI-Tools (z. B. AI Editor Pro) generiert und mithilfe von C2PA-„Inhaltszertifikaten“ hochgeladen werden, um den Schutz der KI-Inhaltsanmerkungen zu erhöhen. Die Plattform wird auch weiterhin C2PA-Metadaten lesen, um die fortgesetzte Gültigkeit von AI-Tags sicherzustellen.
Um die KI-Kenntnisbildung zu stärken, kündigte TikTok außerdem die Einführung eines KI-Lernfonds in Höhe von 2 Millionen US-Dollar für öffentliche Wohlfahrtsgruppen an, darunter Girls Who Code, um KI-Wissen und sicherheitserziehungsbezogene Inhalte zu produzieren und zu verbreiten.