PowerLight Technologies mit Hauptsitz in Kent, Washington, USA, treibt eine neue Technologie voran, die Laser zur Energieübertragung nutzt und es Militärdrohnen ermöglichen soll, in der Luft „unendliche Ausdauer“ zu erreichen. Das entsprechende System befindet sich nun in einer kritischen Testphase, bevor es für den tatsächlichen Kampfeinsatz durch das US-Militär eingesetzt wird. Im Gegensatz zu vielen Rüstungsunternehmen, die sich auf Anwendungen zur Laserbewaffnung konzentrieren, konzentriert sich PowerLight eher auf „Energie mit Licht“ als auf „Töten mit Licht“.

Das Unternehmen bestätigte kürzlich, dass die Kernkomponenten seiner Laser-Stromversorgungstechnologie verifiziert wurden und das Potenzial haben, US-Militärdrohnen in realen Umgebungen drahtlos aus der Luft aufzuladen. Das Projekt ist Teil des „Power Transmitted Over Laser to UAS“-Programms und wird vom U.S. Central Command (CENTCOM) unterstützt. Offiziellen Angaben zufolge kann das System über eine Distanz von bis zu etwa zwei Kilometern Leistung im „Kilowatt-Niveau“ abgeben und bildet damit die Grundlage für den Aufbau einer Drohnenflotte des Verteidigungsministeriums nahezu ohne Ausdauereinschränkungen.

PowerLight sagte, dass durch den Aufbau einer direkten und effizienten Energieverbindung mit kompatiblen Drohnen die Missionsdauer einer einzelnen Drohne oder sogar einer ganzen Flotte unbemannter Systeme in Zukunft theoretisch „unendlich verlängert“ werden könne. Tom Nugent, Mitbegründer und Chief Technology Officer des Unternehmens, sagte, dass sich die entsprechende Technologie voraussichtlich irgendwann zu einem intelligenten, maschenstrukturierten Energienetzwerk entwickeln wird, um eine drahtlose Verteilung und Verteilung von Strom zu ermöglichen.

Bei den jüngsten Tests konzentrierte sich PowerLight auf die Validierung der Infrastrukturleistung seines Laserstromversorgungssystems. Unter anderem kann ein auf Präzisionsoptik basierendes Trackingsystem die ferngesteuerte Drohnenplattform in einer Entfernung von bis zu etwa 1,5 Kilometern stabil fixieren, Energie an das Ziel übertragen und gleichzeitig die Sicherheit gewährleisten. Das an der Drohne installierte Empfangsgerät ist dafür verantwortlich, den unsichtbaren Laserstrahl einzufangen und die Lichtenergie in elektrische Energie umzuwandeln, um die Bordbatterie aufzuladen. Der Empfänger integriert außerdem ein Steuermodul, das Telemetriedaten aufzeichnet und die bidirektionale Kommunikation mit der Bodenstation über optische Verbindungen verwaltet.

Auf Plattformebene hat PowerLight eine Partnerschaft mit Kraus Hamdani Aerospace geschlossen, um Laserleistungstechnologie in dessen Langstreckendrohne K1000ULE zu integrieren. Fatema Hamdani, CEO von Kraus, sagte, dass die K1000ULE selbst darauf ausgelegt sei, die autonome Flugzeit erheblich zu verlängern, und mit der Einführung des PowerLight-Systems werde die Flugzeit der Plattform „extrem verlängert“ bis „theoretisch unbegrenzt“.

Nugent sagte, dass das Team die Tests und Verifizierung der Hardware und Steuerungssoftware abgeschlossen hat, die erforderlich sind, um die Drohne zu verfolgen und während des Flugs kontinuierlich eine Ladung auf Kilowattniveau bereitzustellen. Nachdem sich die Kernkomponenten bewährt haben, plant PowerLight, später in diesem Jahr eine vollständig integrierte Fluginfrastruktur zu demonstrieren und damit den Grundstein für einen möglichen späteren Einsatz in großem Maßstab zu legen.

Das US-Zentralkommando beobachtet den Fortschritt dieses Projekts genau, um zu bewerten, ob die Technologie das Versprechen der „unendlichen Ausdauer“ wirklich einhalten kann. Das US-Verteidigungsministerium erforscht seit vielen Jahren verschiedene Möglichkeiten der Lasertechnologie, um die Angriffsfeuerkraft zu steigern und die Gesamteffektivität des Kampfes zu verbessern. Dieser Versuch, Laser zum „Fernaufladen“ unbemannter Systeme zu verwenden, ist eine weitere neue Richtung in dieser langfristigen Planung.