Am Mittwoch beantragte Anthropic bei einem US-Berufungsgericht die Aussetzung der Vollstreckung des entsprechenden Urteils. Das Pentagon hatte das Unternehmen zuvor als Lieferketten-Risikounternehmen eingestuft, eine Bezeichnung, die dem Unternehmen laut Angaben Einnahmen in Milliardenhöhe kosten könnte, während der Fall gerichtlich geprüft wird. Der jüngste Antrag von Anthropic erfolgt nach wochenlangen Streitigkeiten über technische Sicherheitsvorschriften für den Einsatz seiner künstlichen Intelligenz-Tools durch das US-Militär.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat das Unternehmen als Unternehmen mit Lieferkettenrisiko eingestuft und dem Pentagon und seinen Auftragnehmern verboten, die Produkte der künstlichen Intelligenz von Anthropic zu nutzen.

Das Unternehmen für künstliche Intelligenz reichte Anfang dieser Woche eine separate Klage beim Bundesgericht in Kalifornien ein, um die schwarze Liste des Pentagons anzufechten.

Anthropic reichte am Mittwoch beim US-Berufungsgericht für den District of Columbia ein Dokument ein, in dem es heißt, dass die Bestimmung des Lieferkettenrisikos durch das Pentagon dem Unternehmen „irreparablen Schaden“ zufügen würde.

Den Gerichtsakten von Anthropic zufolge haben sich mehr als 100 Firmenkunden wegen der Ernennung an das Unternehmen gewandt.

Anwälte des Unternehmens für künstliche Intelligenz schrieben: „Nach den konservativsten Schätzungen von Anthropic könnten diese negativen Maßnahmen der Regierung dazu führen, dass das Unternehmen im Jahr 2026 Einnahmen in Höhe von Hunderten Millionen oder sogar Milliarden Dollar verliert.“

Das Pentagon antwortete außerhalb der Geschäftszeiten nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.