Für viele Kantonesen ist das Überbrühen von Schüsseln mit Tee oder kochendem Wasser vor dem Essen zu einer unzerstörbaren Gewohnheit geworden. Ist diese Aktion also nur eine Art rituelle Etikette vor dem Essen oder kann sie tatsächlich eine sterilisierende Wirkung haben?


Kürzlich führten Forscher des Inspektions- und Testzentrums des Landkreises Tonglu ein gezieltes Experiment durch. Für das Experiment wurden sechs Schüsseln mit exakt demselben Verschmutzungsgrad vorbereitet und das tägliche Schüsselverbrühen simuliert. Die Forscher verwendeten Wasser bei 30 °C, 80 °C und 100 °C, um Vergleichstests zum schnellen Verbrühen und kontinuierlichen Eintauchen für zwei Minuten durchzuführen.

Durch die genaue Erfassung der Gesamtzahl der Bakterienkolonien in der Schüssel zeigten die experimentellen Ergebnisse ein klares Muster: Je höher die Wassertemperatur und je länger die Brühzeit, desto besser war der endgültige Sterilisationseffekt. Dies bedeutet, dass das Verbrühen von Schüsseln nicht völlig nutzlos ist, die Wirksamkeit jedoch durch die körperlichen Bedingungen stark eingeschränkt wird.

Spezifische experimentelle Daten zeigen, dass nach zweiminütigem Brühen mit 100 °C heißem Wasser die geringste Menge an Bakterien in der Schüssel zurückbleibt. Wenn Sie dagegen zum Schnellspülen nur warmes Wasser von etwa 30 °C verwenden, ist der Sterilisationseffekt nahezu vernachlässigbar und es besteht kein wesentlicher Unterschied, wenn Sie überhaupt keine Verbrühungen verursachen. Diese Operation ist eher ein psychologischer Trost.

Dieses Experiment beweist deutlich, dass Brühschalen durchaus eine gewisse hygienische Wirkung haben. Um den Zweck der Sterilisation jedoch wirklich zu erreichen, sind die beiden Elemente Wassertemperatur und Zeit unabdingbar. Je höher die Wassertemperatur und je länger die Brühzeit dauert, desto gründlicher werden die Keime auf der Geschirroberfläche entfernt.

Daher funktioniert es für Gäste, die auf höchste Hygiene achten, oft nicht, einfach das Wasser auszugeben. Nur wenn dafür gesorgt wird, dass die Wassertemperatur hoch genug ist und eine gewisse Einweichzeit eingeplant wird, kann diese langjährige Gewohnheit vor dem Essen von einem psychologischen Ritual in einen echten Gesundheitsschutz umgewandelt werden.