HiAnime, die weltweit meistbesuchte Plattform für Raubkopien, gab offiziell ihre Schließung bekannt. Auf der Homepage der Ressource wird jetzt eine Abschiedsnachricht mit der Aufschrift „Es ist Zeit, sich zu verabschieden“ angezeigt, und das Management dankt den Benutzern dafür, dass sie „die ganze Zeit über bei ihnen geblieben sind und eine Reise voller wunderbarer Momente mit ihnen geteilt haben“.

Jeder Traum im Leben ist wunderbar! Die bekannte Website für Raubkopien von Animes, HiAnime, wird offiziell geschlossen

Die Schließung der Website war das Ergebnis einer langfristigen Überwachung des Servernetzwerks der Website durch die Japan Content Products Overseas Distribution Promotion Agency (CODA) und die Alliance for Creative Entertainment (ACE). HiAnime ist eigentlich die dritte Version der Website, vor Aniwatch und Zoro.to. Vor ihrer Schließung war die Website ein Gigant im Streaming-Bereich. Laut Daten vom Februar 2026 erreichte HiAnime innerhalb eines Monats 153,5 Millionen Besuche. Im Vergleich dazu verzeichnete die offizielle Anime-Website Crunchyroll im gleichen Zeitraum nur 145,8 Millionen Besuche.

Derzeit blockieren Strafverfolgungsbehörden, darunter das FBI und Interpol, nicht mehr nur Domain-Namen, sondern haben auch damit begonnen, strafrechtliche Schritte einzuleiten. Im Rahmen des Stop Online Piracy Program (I-SOP) von INTERPOL zur Bekämpfung der Online-Piraterie führten die Strafverfolgungsbehörden im Jahr 2025 und Anfang 2026 eine Reihe von Razzien in Südostasien und Brasilien durch.

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In den letzten 18 Monaten wurden andere große Plattformen völlig verboten oder zensiert. Die Websites AniWave, 9anime und AnimeSuge wurden Ende 2024 im Zuge einer koordinierten weltweiten Razzia geschlossen. Die Ressourcen von AnimeFlix wurden nach Verhandlungen mit der Creative Entertainment Alliance von europäischen Behörden beschlagnahmt. Anoboy, ein großer asiatischer Hub, stellte seinen Betrieb nach der Festnahme relevanter Mitarbeiter in Vietnam ein, während die Domainnamen 1xAnime und AnimeKai im Rahmen der „Operation 404“ vom FBI kontrolliert wurden.

Karin Temple, Senior Executive Vice President und General Counsel der Motion Picture Association of America (MPA), sagte, die aktuellen Maßnahmen zielen darauf ab, illegalen Streaming-Netzwerken einen entscheidenden Schlag zu versetzen. Sie betonte, dass diese Entscheidung ein klares Signal an die Betreiber digitaler Piraterie sei: Ihr Handeln werde Konsequenzen haben.