Microsofts neue Xbox-Geschäftsführerin Asha Sharma sagte in einem internen Memo, dass der aktuelle Xbox Game Pass-Abonnementpreis „bereits zu teuer für Spieler“ sei und das Unternehmen ein attraktiveres Wertesystem schaffen müsse. Dieses Memo wurde von den Medien erhalten und veröffentlicht und zeigt, dass Microsoft intern eine neue Runde von Anpassungen der Preise und Struktur des Game Pass vorbereitet.

Sharma betonte in dem Memo, dass Game Pass immer noch der „Kern des Spielwerts“ auf der Xbox-Plattform sei, das aktuelle Modell jedoch „nicht die endgültige Form“ sei. Sie erklärte unverblümt, dass der Game Pass kurzfristig für Spieler zu teuer geworden sei, sodass Microsoft „eine günstigere Gleichung braucht“; Langfristig wird Game Pass „zu einem flexibleren System weiterentwickelt“, und das Testen und Iterieren dieses Prozesses wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

Früheren Berichten zufolge hat Microsoft den Abonnementpreis für den Xbox Game Pass Ultimate im vergangenen Jahr auf 29,99 US-Dollar pro Monat erhöht, was einer Steigerung von bis zu 50 % entspricht. Diese erhebliche Preiserhöhung löste damals unter den Spielern große Kontroversen aus. Microsoft versuchte, die Preiserhöhung zu rechtfertigen, indem es für jede Game Pass-Stufe unterschiedliche Upgrades hinzufügte, aber der erhebliche Kostenanstieg übte offensichtlich Druck auf das Wachstum und den Ruf dieses Abonnementdienstes aus.

Brancheninsider verrieten, dass einer der wichtigen Gründe für diesen Kostenanstieg die Entscheidung von Microsoft ist, die „Call of Duty“-Reihe in das Game Pass-Abonnementangebot aufzunehmen. Bereits vor fast zwei Jahren wurde in Berichten darauf hingewiesen, dass es innerhalb von Microsoft intensive Diskussionen darüber gegeben habe, „ob das neu veröffentlichte „Call of Duty“ direkt in den Game Pass aufgenommen werden solle“. Einige Führungskräfte befürchteten, dass dies die beträchtlichen Einnahmen aus traditionellen Buyout-Verkäufen schwächen würde. Trotz der Meinungsverschiedenheiten fügte Microsoft Call of Duty schließlich im Sommer 2024 offiziell zur Game Pass-Bibliothek hinzu und machte es damit zu einem der Flaggschiffinhalte des Abonnementdienstes.

Kürzlich haben Branchenreporter angedeutet, dass Microsoft erwägen könnte, „Call of Duty“ aus Game Pass zu entfernen, um die Kosten- und Umsatzstruktur neu auszubalancieren. Basierend auf den derzeit offengelegten internen Signalen wird erwartet, dass Microsoft im nächsten Schritt verfeinerte Anpassungen in Bezug auf Preis, Inhaltsmix und Abonnementniveaus vornimmt, um das „Preis-Leistungs-Verhältnis“-Marktimage von Game Pass innerhalb einer für Spieler akzeptablen Preisspanne wiederherzustellen.