Die Standardversion von Qualcomms Flaggschiff-Mobilplattform der nächsten Generation, Snapdragon 8 Elite Gen 6, wird eine wichtige Ähnlichkeit mit dem bestehenden Snapdragon 8 Elite Gen 5 aufweisen: Sie nutzen den gleichen Gehäusebereich, aber dieses „kostensparende“ Design wird die neue Plattform nicht billiger machen. Die neuesten Nachrichten zeigen, dass Qualcomms 2-nm-Standardversionschip, da sich die gesamte Branche auf den höherwertigen Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro konzentriert, aufgrund seines verbesserten Herstellungsprozesses einen erheblichen Kostendruck auf die Hersteller von Android-Mobiltelefonen ausüben wird.

Nach Angaben des Tippgebers Reptalica wird die Gehäusefläche der Standardversion des Snapdragon 8 Elite Gen 6 voraussichtlich 126,2 Quadratmillimeter betragen, was mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 übereinstimmt. Branchenanalysten gehen davon aus, dass Qualcomm durch die Wiederverwendung von Modulen ähnlicher oder sogar gleicher Größe einige Kosten für Chipdesign und -verpackung senken soll. Dies bedeutet jedoch auch, dass der Erweiterungsraum der Standardversion in Bezug auf Cache-Kapazität, GPU-Bereich usw. begrenzt ist.
Im Gegensatz dazu verfügt die Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro-Version offenbar über den bisher größten gemeinsam genutzten L2-Cache von Qualcomm, um die Latenz weiter zu reduzieren, die Stromverbrauchseffizienz zu verbessern und eine etwa 50-prozentige Steigerung der GPU-Busbandbreite zu erreichen. Diese Unterschiede sind auf das größere Gehäuse und den größeren Chip-Layoutraum der Pro-Version zurückzuführen, was ihr offensichtliche Vorteile bei der Grafikleistung und der Systemreaktion verschafft.

Doch selbst wenn Qualcomm versucht, die Herstellungskosten der Standardversion des Snapdragon 8 Elite Gen 6 durch Beibehaltung der Gehäusegröße im Design zu kontrollieren, wird der endgültige Verkaufspreis wahrscheinlich deutlich höher sein als der der vorherigen Generation, und der Grund dafür liegt vor allem im 2-nm-Prozessknoten der Gießerei TSMC. Bei den genannten Neuigkeiten handelt es sich um den N2-Prozess der ersten Generation von TSMC, der sich geringfügig von dem N2P-Prozess mit höherer Spezifikation unterscheidet, über den schon oft gemunkelt wurde. Letzteres soll Qualcomm zusätzliche Vorteile im Wettbewerb mit Apple verschaffen.
Eine mögliche Strategie besteht darin, dass Qualcomm den N2-Prozess auf der Standardversion des Snapdragon 8 Elite Gen 6 verwendet, um die Waferkosten weiter zu senken und gleichzeitig Leistungsverbesserungen zu gewährleisten, sodass N2P für die höherwertige Pro-Version übrig bleibt. Die Einzelheiten der konkreten Prozessaufteilung wurden jedoch noch nicht offiziell bestätigt und liegen immer noch auf dem Niveau von Branchengerüchten.
Es ist erwähnenswert, dass das Geschäft mit Mobiltelefonchips von Qualcomm in letzter Zeit aufgrund der Bedingungen auf dem Speichermarkt ständig unter Druck stand und die Preisstrategie seiner Flaggschiff-Plattform zunehmend sensibler geworden ist. In diesem Zusammenhang wird die Festlegung eines ausreichend wettbewerbsfähigen Preises für die Standardversion des Snapdragon 8 Elite Gen 6 auf dem 2-nm-Hochkostenknoten von TSMC als wichtiger Schritt für Qualcomm angesehen, um seinen Umsatz im High-End-Mobiltelefongeschäft wiederzubeleben.