Laut Nikkei Asia wird das japanische Start-up Cyfuse Biomedical in Zusammenarbeit mit der Keio University und der Fujita Medical University im Juli dieses Jahres die weltweit erste klinische Studie am Menschen zur regenerativen Medizin starten, bei der 3D-Drucktechnologie zur gleichzeitigen Reparatur von Kniegelenksknorpel und -knochen eingesetzt wird. Es wird erwartet, dass die Behandlung eine Alternative für Patienten mit schwerer Kniegelenkserkrankung darstellt und die körperliche Belastung durch den herkömmlichen künstlichen Gelenkersatz verringert.

Das biomedizinische Unternehmen Cyfuse nutzt 3D-Drucktechnologie, um Transplantationsmaterialien aus menschlichen Zellen herzustellen
Die Studie wird sich auf eine Patientengruppe konzentrieren, die an idiopathischer Osteonekrose des Knies leidet. Das Forschungsteam plant, Zellen aus menschlichem Fettgewebe zu extrahieren und 3D-gedruckte Transplantationsmaterialien herzustellen.Bei spezifischen klinischen Operationen werden Ärzte zylindrische Biomaterialien mit einem Durchmesser von 8 mm in zwei bzw. drei Patienten im Fujita Medical University Hospital und im Keio University Hospital implantieren. Nach der Transplantation in eine erkrankte Kniescheibe gibt das Material weiterhin Nährstoffe ab, die für die Knochen- und Knorpelregeneration benötigt werden. Die Sicherheit der Methode wurde an Schweinen getestet, bevor sie in klinische Studien am Menschen aufgenommen wurde.
Bei chronischen Schmerzen und Gehschwierigkeiten, die durch starken Knorpelverschleiß verursacht werden, stützen sich die gängigen Interventionsmethoden derzeit meist auf den Ersatz künstlicher Gelenke. Professor Yasuo Niki, Experte für regenerative Gelenktherapie an der Fujita Medical University, wies darauf hin, dass diese Studie einen neuen Ansatz zur Behandlung von Osteonekrose darstellt. Wenn die klinische Wirksamkeit bestätigt wird, wird davon ausgegangen, dass es in Zukunft Millionen von Patienten mit Knie-Arthrose auf der ganzen Welt zugute kommen wird.

Knieknorpel und Knochen vor und nach der Regeneration
Cyfuse Biomedical, das die Kerntechnologie bereitstellt, nutzt Bio-3D-Drucktechnologie ohne künstliche Zusatzstoffe, um Zellen direkt zum Aufbau dreidimensionaler Materialien zu nutzen und so die Wahrscheinlichkeit einer Abstoßung durch den Körper des Patienten zu verringern.Der Finanzvorstand des Unternehmens, Masahiro Sanjo, hat deutlich gemacht, dass er hofft, ein Geschäftsmodell rund um solche Produkte der regenerativen Medizin aufzubauen und den Marktanteil auszubauen. Zuvor hatte das Unternehmen im Januar dieses Jahres mit der Universität Kyoto und anderen Institutionen zusammengearbeitet, um aus Nabelschnurzellen röhrenförmige Strukturen herzustellen und klinische Studien zur Reparatur von Nervenschäden um die Finger durchzuführen.