Meta und Amazon haben eine mehrjährige Kooperationsvereinbarung im Wert von mehreren Milliarden Dollar geschlossen. Der Social-Media-Riese wird die zig Millionen Graviton-Chipkerne von Amazon Cloud Technology nutzen, um seine Agenten und andere Projekte im Bereich der künstlichen Intelligenz mit Rechenleistung zu unterstützen. Über den konkreten Vertragsumfang und die Dauer der Zusammenarbeit wollten beide Unternehmen keine Angaben machen. Amazon-Vizepräsidentin und angesehene Ingenieurin Nafiah Bushara gab bekannt, dass die Kooperationsdauer drei bis fünf Jahre beträgt.

Bushala ist außerdem Mitbegründer von Annapurna Labs, der selbst entwickelten Chip-Abteilung von Amazon Cloud Technology. Er sagte, dass die meisten dieser zig Millionen Graviton-Chipkerne von Amazon Cloud Technology in den Vereinigten Staaten eingesetzt werden.
Derzeit konkurrieren große Technologieriesen und Labore für künstliche Intelligenz immer noch um Rechenleistungsressourcen, um ihre eigenen Entwicklungsziele für künstliche Intelligenz zu erreichen. Analysten wiesen darauf hin, dass Meta in diesem Jahr sukzessive eine Zusammenarbeit mit vielen Chipunternehmen wie NVIDIA, AMD und ARM Holdings erreicht hat. Dieser Vertragsabschluss mit Amazon Cloud Technology ist einer davon. Es unterstreicht auch den dringenden Bedarf an der Entwicklung künstlicher Intelligenz für die vielfältige Anordnung von Chips.
Bu Shala, Geschäftsführer von Amazon, sagte: „Wie wir alle wissen, hat Meta in der Lieferkette eine Fülle von Möglichkeiten, aber am Ende haben wir uns für unseren Graviton-Chip der fünften Generation mit einem 3-Nanometer-Prozess entschieden. Der Hauptaspekt war sein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.“
Diesmal kaufte Meta die Graviton-Zentraleinheit (CPU) von Amazon Cloud Technology. Im Zusammenhang mit der langfristigen Fokussierung der Branche der künstlichen Intelligenz auf Grafikprozessoren (GPUs) wurden Zentraleinheiten einst an den Rand gedrängt.
Mit dem rasanten Aufstieg der intelligenten Technologie sind Zentraleinheiten wieder zu einem beliebten Computerprodukt geworden, und auch traditionelle CPU-Hersteller wie Intel haben von diesem Branchentrend profitiert.
Meta erklärte, dass diese neue Zusammenarbeit den strategischen Gedanken des Unternehmens zur Diversifizierung des Infrastrukturlayouts widerspiegelt und auch bestätigt, dass sich eine Single-Chip-Architektur nicht effizient an alle Rechenaufgaben anpassen kann.
Brandon Burke, Leiter der Halbleiterforschung bei der Marktforschungseinrichtung Futu Group, erklärte, dass die Zentraleinheit verschiedene Anwendungen effizient ausführen und dem Grafikprozessor Unterstützung für die Datenzusammenarbeit bieten kann. Mit anderen Worten: Wenn der Agent verschiedene komplexe Aufgaben ausführt, können CPU und GPU eine effiziente Ergänzung bilden.
Gleichzeitig ist die Zentraleinheit auch die Kernhardware der Optimierungsphase nach dem Training des großen Sprachmodells. In dieser Phase wird hauptsächlich ein gezieltes Intensivtraining für das vorab trainierte Modell durchgeführt, um das Modell an bestimmte Geschäftsziele anzupassen.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Meta und Amazon Cloud Technology Hand in Hand gehen. Bushala gab bekannt, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Technologieriesen bis ins Jahr 2016 zurückverfolgt werden kann, sich die Zusammenarbeit in der Vergangenheit jedoch hauptsächlich auf grundlegende Cloud-Dienste, die Nutzung der Bedrock-KI-Plattform von Amazon und die Vermietung von GPU-Computing-Clustern von Amazon Cloud Technology durch Meta konzentrierte.
Burke erwähnte, dass Meta im Dezember letzten Jahres mehr als 2 Milliarden US-Dollar für die Übernahme des Start-ups Manus für künstliche Intelligenz ausgegeben hat, was ausreicht, um seine strategische Ambition zu zeigen, in den Bereich der intelligenten Agenten einzutauchen, und dieses Layout hat auch direkt die Nachfrage nach CPU-Rechenleistung in Rechenzentren angekurbelt. Manus Company konzentriert sich auf die Entwicklung intelligenter High-End-Agenten, die komplexe Aufgaben ausführen können.
Burke sagte unverblümt: „Für führende Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen für künstliche Intelligenz gibt es fast keine Obergrenze für den Rechenleistungsbedarf von Zentralprozessoren.“
Um seine Betriebsstruktur zu optimieren und die enormen Investitionen in Forschung und Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz zu teilen, gab Meta am Donnerstag bekannt, dass es im Mai 10 % seiner Mitarbeiter entlassen wird, was einer Entlassung von etwa 8.000 Personen entspricht. In den ersten zehn Tagen dieses Monats veröffentlichte das Unternehmen nach einem Jahr sein neues künstliches Intelligenzmodell Muse Spark und kündigte an, dass es auch in Zukunft eine Reihe neuer Produkte auf den Markt bringen werde.
Burke, Analyst der Futu Group, glaubt, dass diese Zusammenarbeit mit Meta für Amazon Cloud Technology den praktischen Wert seiner selbst entwickelten CPU-Chips der Graviton-Serie in Szenarien der künstlichen Intelligenz effektiv bestätigt hat. Bushara sagte, dass Meta nach der Umsetzung dieser Zusammenarbeit offiziell einer der fünf Kernkunden von Amazon Cloud Technology Graviton-Chips geworden sei.
Anfang dieser Woche kündigte Amazon eine zusätzliche Investition von 5 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen für künstliche Intelligenz Ansoupke an. Zu den Kooperationsinhalten gehört auch der groß angelegte Kauf von Amazon Cloud Technology Graviton CPU-Kernen durch das Unternehmen.
Bereits 2018 hatte Amazon Cloud Technology mit der Forschung und Entwicklung selbst entwickelter Chips begonnen und in diesem Jahr den Graviton-Prozessor der ersten Generation auf Basis der Arm-Architektur auf den Markt gebracht.
Die Amazon Cloud-Technologie ist jedoch nicht auf die selbst entwickelte Chip-Route beschränkt. Im März dieses Jahres schloss das Unternehmen eine Kooperation mit Cerebras und plant, die KI-Inferenzchips des Start-ups in seinem eigenen Rechenzentrum einzusetzen, um die Computer-Hardwarematrix anzureichern.