Medienberichten zufolge hat das Nate D. Sanders Auction House kürzlich angekündigt, dass es am 30. April in Los Angeles eine Sonderauktion veranstalten wird, um ein äußerst seltenes Relikt von Steve Jobs auf den Markt zu bringen. Der Startpreis liegt bei 20.000 US-Dollar und richtet sich an erfahrene High-End-Apple-Fans und Sammler von Film-Memorabilien.
Das Kernlos dieser Auktion ist die Erstausgabe von „Toy Story: The Art and Making of the Animated Movies“, die von Steve Jobs und John Lasseter signiert ist.
Die Unterschriften zweier Schlüsselfiguren verbinden eng die finanzielle Unterstützung und die kreative Führung von Pixar in entscheidenden Momenten der Unternehmensgeschichte. Dem Buch liegt außerdem eine originale Toy Story-Broschüre in einer roten Lederhülle bei.
Rückblickend auf die Entwicklungsgeschichte von Pixar war der Februar 1986 ein wichtiger Knotenpunkt. Damals erwarb Jobs die Pixar Animation Studios für 10 Millionen US-Dollar – 5 Millionen US-Dollar davon wurden an George Lucas gezahlt, um die Computergrafikabteilung von Lucasfilm zu übernehmen. Nachdem er Apple verlassen hatte, investierte er weitere 5 Millionen US-Dollar als Betriebskapital und benannte die Abteilung in Pixar um, entschlossen, ein unabhängiges Animationsstudio aufzubauen.
In den nächsten neun Jahren lief es für Pixar jedoch nicht immer reibungslos. Das Unternehmen hatte Mühe, ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufzubauen, und Jobs konnte weiterhin Verluste ausgleichen und gleichzeitig die monatlichen Liquiditätslücken aus eigener Tasche schließen.
Es wird geschätzt, dass er bis zu 50 Millionen US-Dollar in die Aufrechterhaltung des Pixar-Betriebs investiert hat. Während dieser Zeit versuchte er auch, das Unternehmen unter anderem an Microsoft, Paul Allen, Hallmark Corporation und Larry Ellison zu verkaufen. Jobs gab später zu, dass er Pixar vielleicht nicht gekauft hätte, wenn er die vollen Kosten gekannt hätte – das Studio stand zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Bankrott.
Der Wendepunkt kam im November 1995. Das Begleitbuch wurde am 9. November veröffentlicht, „Toy Story“ feierte am 22. November Premiere als weltweit erster vollständig computeranimierter Spielfilm und der Börsengang von Pixar wurde am 29. November abgeschlossen.
Jobs bestand trotz der Einwände der Banker darauf, den Börsengang mit 22 US-Dollar pro Aktie zu bepreisen. Die Aktie eröffnete bei 47 $, kletterte auf ein Intraday-Hoch von 49,50 $ und schloss schließlich bei 39 $. Das Angebot brachte insgesamt etwa 140 Millionen US-Dollar ein, wobei Jobs etwa 80 % der Anteile hielt, was dem Unternehmen einen Wert von etwa 1,2 Milliarden US-Dollar verleiht. Dieses jahrzehntelange Glücksspiel machte ihn schließlich zum Milliardär.
