Elsevier, Cengage, Hachette, Macmillan und McGraw-Hill verklagten Meta Platforms am Dienstag vor einem Bundesgericht in Manhattan und beschuldigten den Technologieriesen, seine Bücher und Zeitschriftenartikel zum Trainieren seines künstlichen Intelligenzmodells Llama missbraucht zu haben. Die Herausgeber behaupten zusammen mit dem Autor Scott Turow in einer vorgeschlagenen Sammelklage, dass Meta Millionen ihrer Werke raubkopiert und sie ohne Erlaubnis verwendet habe, um seine großen Sprachmodelle so zu trainieren, dass sie auf menschliche Signale reagieren.

Maria Palant, Präsidentin der Association of American Publishers, sagte in einer Erklärung: „Metas Massenrechtsverletzung ist kein öffentlicher Fortschritt und wenn Technologieunternehmen Piraterieseiten der Gnade akademischer Forschung und Vorstellungskraft aussetzen, wird künstliche Intelligenz nie richtig umgesetzt.“
Verleger beschuldigen Meta, eine Vielzahl von Werken von Lehrbüchern über wissenschaftliche Arbeiten bis hin zu Romanen gestohlen zu haben, um seine KI zu trainieren, darunter auch N.K. Jemisins Staffel 5 und Peter Browns Wild Bots. Sie bitten das Gericht um Erlaubnis, eine breitere Gruppe von Urheberrechtsinhabern vertreten zu dürfen, und fordern nicht näher bezeichneten finanziellen Schadensersatz.
Der Fall eröffnet eine neue Front im anhaltenden Urheberrechtsstreit zwischen Urhebern und Technologieunternehmen um KI-Schulung, wobei Dutzende von Autoren, Nachrichtenorganisationen, bildenden Künstlern und anderen Klägern Unternehmen wie Meta, OpenAI und Anthropic wegen Urheberrechtsverletzungen verklagen.
Der Kernstreit in allen anhängigen Fällen dürfte darin bestehen, ob ein KI-System urheberrechtlich geschützte Materialien verwendet, um neue Inhalte mit transformativem (transformativ bezieht sich auf einen erheblich innovativen oder kreativen) Charakter zu erstellen, was eine faire Nutzung darstellt. Letztes Jahr fielen die ersten beiden Richter, die den Fall verhandelten, völlig unterschiedliche Urteile.
Anthropic, unterstützt von Amazon und Google, war das erste große KI-Unternehmen, das einen der Fälle beigelegt hat, und stimmte letztes Jahr zu, 1,5 Milliarden US-Dollar an eine Gruppe von Autoren zu zahlen, um eine Sammelklage beizulegen. Sollte es verlieren, drohen dem Unternehmen zusätzliche Schäden in Milliardenhöhe wegen angeblicher Rechtsverletzung.