Alphabets Google hat Änderungen seiner Spam-Richtlinie vorgeschlagen, die von Verlagen kritisiert wurden. Dieser Schritt könnte dazu beitragen, EU-Kartellstrafen zu vermeiden, wie aus Dokumenten der Europäischen Kommission hervorgeht. Zuvor hatten sich Verlage über Googles „Richtlinie zum Missbrauch der Website-Reputation“ beschwert, was dazu führte, dass der US-Technologieriese zum Ziel einer Untersuchung durch EU-Regulierungsbehörden wurde.

Mit dieser Richtlinie soll die Praxis bekämpft werden, Seiten Dritter auf einer Website zu veröffentlichen, um Ranking-Signale von der Hauptseite zu nutzen, um Suchrankings zu manipulieren. Diese Praxis wird oft als „parasitäres SEO“ bezeichnet.

Dies veranlasste die Europäische Kommission, die Wettbewerbsbehörde der Union, im November eine Untersuchung im Rahmen des Digital Markets Act einzuleiten, der darauf abzielt, die Macht der Technologiegiganten einzudämmen.

In dem Dokument heißt es, dass Google Änderungen am Plan vorgeschlagen hat, um den Anforderungen des Gesetzes über den digitalen Markt zu entsprechen, und den relevanten Parteien bis nächste Woche Zeit gegeben hat, Feedback einzureichen.

Die EU-Aufsichtsbehörde sagte, ihre Überwachung habe ergeben, dass die Spam-Richtlinien von Google das Ranking dieser Websites und ihrer Inhalte in den Google-Suchergebnissen verschlechterten, wenn die Websites von Nachrichtenagenturen und anderen Verlagen Inhalte von kommerziellen Partnern enthielten.

Die Regulierungsbehörde stellte fest, dass sich die Richtlinie direkt auf eine gemeinsame und legale Möglichkeit für Verlage auswirkt, ihre Websites und Inhalte zu monetarisieren.

Verstöße gegen den Digital Markets Act können dazu führen, dass Unternehmen mit Geldstrafen von bis zu 10 % ihres weltweiten Jahresumsatzes rechnen müssen.