Elon Musk hat am Mittwoch seine ehrgeizigen Pläne für eine Chipfabrik für künstliche Intelligenz „Terafab“ näher erläutert. Den von SpaceX vorgelegten öffentlichen Dokumenten zufolge plant das Projekt, 55 Milliarden US-Dollar in den Bau von Halbleiterfertigungsanlagen in Texas zu investieren. Wenn alle Phasen abgeschlossen sind, beläuft sich die Gesamtinvestition auf bis zu 119 Milliarden US-Dollar.

Musk machte deutlich, dass es sich bei dem Projekt um ein Joint Venture zwischen SpaceX und Tesla handelt, das darauf abzielt, eine unabhängige und kontrollierbare Chipversorgung für sein Geschäftsgebiet bereitzustellen. Die Fabrik wird Intels 14A-Prozesstechnologie nutzen, um Chips für Teslas autonomes Fahrsystem, den humanoiden Roboter „Optimus Prime“, das Weltraum-Rechenzentrum von xAI und andere Bereiche zu produzieren.
„Entweder wir bauen Terafab oder wir haben keine Chips“, warnte Musk zuvor und sagte, dass die zukünftige Nachfrage seines Unternehmens die gesamte weltweite Chipproduktionskapazität übersteigen werde. Er gab bekannt, dass Tesla zunächst eine Forschungswaferfabrik in der Fabrik in Austin bauen und dafür etwa 3 Milliarden US-Dollar investieren wird, während SpaceX für den ersten Teil der Großfabrik verantwortlich sein wird.
Die Fabrik befindet sich in der Nähe des Gibbons Creek Reservoirs im Grimes County, Texas, und die lokale Regierung wird voraussichtlich bei einer Sitzung im Juni die Richtlinien für Steueranreize überprüfen. Doch das Projekt stieß auch auf Widerstand in der Bevölkerung. Die Anwohner sind besorgt über den Mangel an offizieller Kommunikation und haben Fragen zur Art des Projekts – einige Beamte haben bereits zuvor angedeutet, dass der Standort eher für ein xAI-Rechenzentrum als für eine Chipfabrik genutzt werden könnte.
Es ist erwähnenswert, dass SpaceX bereits im Juni einen Börsengang vorbereitet und die Bewertung des Unternehmens bis zu 1,75 Billionen US-Dollar betragen könnte. In dem Dokument hat SpaceX die „unabhängige Herstellung von GPUs“ als Hauptinvestitionsrichtung aufgeführt, gab aber gleichzeitig zu, dass es keine langfristigen Verträge mit vielen direkten Chiplieferanten gibt und nicht garantieren kann, dass das Projekt wie geplant voranschreiten kann.